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Losheim
„Das Krankenhaus ist zurzeit voll ausgelastet“

Das Krankenhaus St. Josef in Losheim.
Das Krankenhaus St. Josef in Losheim. FOTO: rup / Ruppenthal
Losheim. Gemeinde Losheim und Förderverein sehen „ermutigende Fakten“ für die Zukunft der Losheimer St. Josefs-Klinik.

Die Gemeinde Losheim am See und der Krankenhausförderverein begrüßen die Entscheidung des Trägers Marienhaus GmbH, eine Bestandsgarantie für das Losheimer Krankenhaus für die nächsten fünf  Jahre zu geben. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Nach der Entscheidung des Landes, der Gewährung von Strukturhilfemittel zuzustimmen, ist nach der für die Hochwaldregion bedauernswerten Schließung des Krankenhauses in Wadern der Weg frei für die soziale Absicherung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“


Ebenso stünden jetzt Mittel für zusätzliche Investitionen für das Krankenhaus Losheim zur Verfügung. Nur mit einer leistungsstarken Abteilung Innere Medizin sei das Akutkrankenhaus auf Dauer in der Lage, die Gesundheitsversorgung im Hochwald zu übernehmen. „Dies ist auch wichtig für die Hauptfachabteilung Konservative Orthopädie, die auf eine funktionsfähige Abteilung Innere Medizin angewiesen ist“, heben Gemeinde und Förderverein hervor.

Der Krankenhausförderverein unter Leitung von Raimund Jakobs hatte nach der positiven Entscheidung des Landes zur Gewährung von Strukturhilfemitteln zu einer Sitzung eingeladen, um sich vor Ort über den Stand der Umorganisation der Marienhausklinik Losheim durch das Direktorium des Krankenhauses informieren zu lassen.



Der ärztliche Direktor, Dr. Jan-Holger Holtschmit, und Pflegedirektor Raimund Westrich informierten über die augenblickliche Situation und die derzeitigen Planungen. Die Hauptfachabteilung „Innere Medizin“ habe mit Therese Jost als Chef­ärztin eine neue Leitung erhalten, die sie mit der langjährigen Oberärztin Dr. Irina Zimmer ausübt. Das Losheimer Krankenhaus sei zur Zeit voll ausgelastet. die Belegung sei die höchste seit Jahren, heißt es in der Erklärung der Gemeinde. Die Intensivstation mit modernen Geräten sei eingerichtet. Die Notaufnahme sei geschaffen, solle aber neu und effektiver direkt bei der Aufnahme für liegende Kranken neu eingerichtet werden. Beide Schnittbildgeräte, das sind die Maschinen für Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT), würden zeitnah eingerichtet. Zurzeit würden hierfür die baulichen Voraussetzungen geschaffen.

Sowohl Bürgermeister Lothar Christ als auch der Vorsitzende des Krankenhausfördervereins, Raimund Jakobs, sprachen in der gemeinsamen Erklärung von „ermutigenden Fakten, die auf eine nachhaltige Zukunft des Losheimer Krankenhauses hoffen lassen“. In diesem Zusammenhang dankten sie der Landesregierung für ihre Zustimmung zur Umstrukturierung der Losheimer Klinik und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, „dass jetzt auch im Krankenhausbedarfsplan die Gesundheitsversorgung im Hochwald durch die zwei leistungsfähigen Hauptfachabteilungen Innere Medizin und Konservative Orthopädie gesichert werden könne“.

Zudem sei es notwendig, dass die konservative Orthopädie ihr Alleinstellungsmerkmal behalten kann und die einzige Hauptfachabteilung im Saarland bleibt. „Nur so kann in Zukunft das Losheimer Krankenhaus wirtschaftlich, das heißt ohne Verluste betrieben und damit für die medizinische Versorgung der Menschen in der Hochwaldregion erhalten werden“, heißt es abschließend in der Erklärung von Christ und Jakobs.

Aufgrund der positiven Nachrichten habe der Vorstand des Krankenhausfördervereins zudem in einer Mitgliederversammlung den Beschluss gefasst, mit einer verjüngten Mannschaft die Entwicklung des Krankenhauses positiv zu begleiten. Der langjährige Vorsitzende Raimund Jakobs soll Ehrenvorsitzender werden. Gemeinde und Krankenhausförderverein wollen nach eigenem Bekunden auch in Zukunft konstruktiv zusammenarbeiten, um so die Gesundheitsversorgung im Hochwald zu fördern.

Lothar Christ.
Lothar Christ. FOTO: SZ / Ministerium
Raimund 
Jakobs.
Raimund Jakobs. FOTO: Werner Krewer