Das Duell der Enttäuschten

Nach dem Verbandsliga-Abstieg geht der Absturz der SF Bachem-Rimlingen in der Landesliga munter weiter. Jetzt soll Jörg Reimsbach als neuer Trainer das Ruder noch herumreißen. Morgen geht es in das Krisenduell mit der SpVgg. Merzig.

Es ist das Duell der Enttäuschten, das da morgen am ersten Rückrunden-Spieltag der Fußball-Landesliga auf dem Bachemer Kunstrasen stattfindet. Hier als Gastgeber die SF Bachem-Rimlingen, die sich nach dem sang- und klanglosen Verbandsliga-Abstieg auch eine Klasse tiefer ganz unten wiederfindet. Dort die SpVgg. Merzig, die als selbsternannter Titelfavorit diesem Anspruch mit mageren 14 Zählern aus 15 Spielen meilenweit hinterherhinkt. Vor dem Anpfiff um 18 Uhr verbindet beide Teams die Hoffnung, dass sich mit neuem Personal auf der Kommandobrücke bald wieder bessere Zeiten einstellen.

Bei Bachem-Rimlingen soll dafür Jörg Reimsbach sorgen. Der 46-Jährige ging als Trainer des SV Schwemlingen-Ballern in die Runde. Beim Landesliga-Schlusslicht kam es aber schon nach vier sieglosen Spielen zur einvernehmlichen Trennung, woraufhin Reimsbach in Bachem den glücklosen Benedikt Kramp beerbte. Dort wartet er nach drei Partien allerdings weiter auf den ersten Sieg. Zwei Unentschieden folgte zuletzt ein 0:4 beim SC Reisbach. Für den SF-Vorsitzenden Gerhard Baltes ist aber klar: "Jörg ist ein erfahrener Trainer. Ich habe volles Vertrauen in ihn. Er weiß genau, wie er die Mannschaft anpacken muss."

Die aktuelle Lage mit nur acht Punkten sei zwar prekär, aber "nicht so krass, wie es scheint". Mit einer Siegesserie ließe sich relativ schnell wieder der Anschluss herstellen, ist der Vorsitzende überzeugt. Klar ist aber auch: Allzu lange dürfen die Erfolge nicht mehr auf sich warten lassen. Ein neuer Hoffnungsträger könnte Dennis Brill sein. Der Angreifer ist von Verbandsligist SV Losheim zu seinem Ex-Club zurückgekehrt und dürfte schon gegen Merzig im Kader stehen. Beim Gegner hat sich unter Interimstrainer Dominik Jobst auch noch keine Besserung eingestellt. Aus den letzten sieben Partien holte der hochgehandelte Aufsteiger nur einen Zähler und kassierte zuletzt eine 0:6-Klatsche beim SV Bardenbach. Jobst, der Neale Marmon ablöste, sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels: "Durch die Rückkehr verletzter Spieler ist der Konkurrenzkampf bei uns wieder größer. Ich hoffe, dass wir so wenigstens die letzten beiden Spiele vor der Winterpause positiv gestalten können", sagt der Spielertrainer. Er ist mit sieben Toren auch bester Merziger Schütze und kann nach überstandenem Muskelfaserriss nun wieder mitmischen.