Christina Fasolds Gespür für Blumen

Sie brach die Schule ab, mogelte sich mit Nebenjobs durch, und dann kam eins zum anderen. Jetzt ist sie als landesbeste Floristin von der Ministerpräsidentin ausgezeichnet worden: Die 30-jährige Christina Fasold zeigt, dass manche einfach etwas länger brauchen, um ihre Berufung zu entdecken und beschreibt dies selbst so.

"Ich war Kellnerin und Textilverkäuferin, dann Aushilfe in einem Blumenladen, und das zündete", sagt sie heute mit der landesbesten Ausbildung und dem festen Job bei Globus in Losheim im Rücken.

"Ich habe an Wochenenden Fleurop-Sträuße in meinem Wohnort Schmelz ausgefahren. Eine Bekannte, die bei Globus Teamleiterin ist, wusste, dass mir das gefiel und bot mir eine Ausbildungsstelle an."

Mit 27 bewarb sie sich, nahm drei Jahre lang finanzielle Einbußen in Kauf und legte bei der IHK Saarland letztlich die landesweit beste Floristenprüfung ab, indem sie einen Brautstrauß für ein cremefarbenes Brautkleid entwickeln, skizzieren, kalkulieren und herstellen musste. Die theoretische und praktische Prüfung in Saarbrücken meisterte die Auszubildende von Nicole Bohr mit "sehr gut". Ihre Urkunde erhielt die Schmelzerin von Annegret Kramp-Karrenbauer persönlich bei der Bestenfeier der IHK.

Die Arbeit mit Blumen ist ihre Berufung. "Ich hatte das Gymnasium mit Mittlerer Reife verlassen, wusste lange nicht, was ich machen sollte. Jetzt habe ich den Kick bekommen", erzählt sie und wurde bei Globus fest übernommen. "Die Arbeitszeiten sind etwas länger als in örtlichen Blumenläden, aber sehr regelmäßig, und wir wechseln uns zwischen sechs Floristinnen ab", beschreibt sie ihre Arbeit. Zu Hause in Schmelz ist die 30-Jährige am liebten mit ihrem Mann und den drei Hunden Muffin, Paul und Tiffy aktiv.