| 20:40 Uhr

Losheim
Christ: Notfallversorgung erhalten

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger übergibt den Zuwendungsbescheid über 2,2 Millionen Euro für das Gewerbegebiet Süd III in Losheim an den Bürgermeister der Seegemeinde, Lothar Christ. Foto: Ministerium
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger übergibt den Zuwendungsbescheid über 2,2 Millionen Euro für das Gewerbegebiet Süd III in Losheim an den Bürgermeister der Seegemeinde, Lothar Christ. Foto: Ministerium FOTO: SZ / Ministerium
Losheim. Losheims Bürgermeister appelliert an Träger und Landesregierung, alles zu tun, damit das Losheimer Krankenhaus eine Notaufnahme behält.

Lothar Christ, Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, macht sich dafür stark, die Notfallversorgung für den Hochwald im Krankenhaus in Losheim weiterführen. In einer Erklärung von Christ heißt es: „Nachdem sich der Krankenhausbetrieb in Losheim nach der durch die Schließung der Waderner Klinik bedingten Umorganisation gut eingespielt hat und das Krankenhaus einen starken Zuspruch durch die Patienten erfährt, bereitet die aktuelle Planung der Notfallversorgung Sorge um die Fortentwicklung des Krankenhauses und deren Wirtschaftlichkeit.“


Die Gemeinde Losheim am See und der Krankenhausförderverein hoffen, sagt Christ, dass nach Abschluss der vorgesehenen Investitionen das St. Josef Krankenhaus Losheim dauerhaft in den Notfallversorgungsplan des Saarlandes aufgenommen werden wird. Dies ist nach den jüngsten Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses, des obersten Beschlussgremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland, in Frage gestellt. Denn der G-BA hatte sich auf Mindestanforderungen für Notaufnahmen in Kliniken verständigt, die vom Losheimer Krankenhaus zurzeit nicht erfüllt werden (die SZ berichtete). Bürgermeister Christ mahnt: „Durch einen möglichen Wegfall der Notfallversorgung in Losheim würde im nördlichen Saarland eine deutliche Lücke zwischen Merzig und St. Wendel entstehen, die durch die Fortführung und Aufrechterhaltung der Notfallversorgung in Losheim verhindert werden wird.“ Positiv bewerten Christ und Bernd Mayer vom Krankenhausförderverein, dass der Träger Marienhaus-Stiftung zurzeit dabei sei, „Investitionen im Losheimer Krankenhaus vorzunehmen, die die Funktion und Leistungsfähigkeit des Krankenhauses erhöhen“.

Dies gelte für die Zahl der Intensivbetten ebenso wie die Installierung des CT und MRT. Christ weiter: „Die Aufrechterhaltung der Notfallversorgung in Losheim ist sowohl zur Versorgung der Patienten im nördlichen Saarland als auch für den Erhalt der Wirtschaftlichkeit der Losheimer Klinik dringend erforderlich, denn dauerhafte Abschläge der Vergütung verkraftet das Krankenhaus nicht.“ Die Gemeinde und der Krankenhausförderverein appellieren daher an den Träger, die Maßnahmen für die Aufrechterhaltung und Weiterführung der Notfallversorgung durchzuführen, und an das Land, diese Maßnahmen zu unterstützen. „In diesem Zusammenhang wird begrüßt, dass noch im Mai das CT funktionsbereit sein soll und der Träger auch dabei ist, weiter in das Losheimer Krankenhaus zu investieren“, betont Christ. Gesundheitsministerin Monika Bachmann habe zudem erklärt, dass, sobald die baulichen und technischen Investitionen von Seiten des Trägers getätigt sein werden, eine Fortführung und Erhaltung des Losheimer Krankenhauses in der Notfallversorgung möglich sei und auch von Seiten des Landes unterstützt würde. Christ erklärt abschließend: „Wir hoffen daher auf eine konzertierte Aktion im Interesse der
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im nördlichen Saarland.“