Broschart macht im Titelrennen Boden gut

Broschart macht im Titelrennen Boden gut

Bei der Rallye „Rund um Losheim“ warteten am Samstag 55,8 anspruchsvolle Wertungskilometer auf die mehr als 80 Fahrer. In Abwesenheit des Saarlandmeisters konnte Jörg Broschart aus Schiffweiler Punkte aufholen, der Gesamtsieg ging aber ins Rheinland.

Die Aufwertung der Rallye "Rund um Losheim " machte sich bezahlt: Durch die Zusatz-Prädikate als Lauf zum neu gegründeten deutschen Rallye-Cup und zur Luxemburger Meisterschaft waren mit 81 Autos einige mehr am Start als im Vorjahr. Der Saarlandmeister fehlte allerdings beim fünften von sieben Läufen zur saarländischen Rallye-Meisterschaft: Rainer Noller fuhr parallel in Thüringen einen Lauf zum ADAC-Masters - und gewann den auch.

Für Dauerrivale Jörg Broschart war es die Chance, den Schwaben im Titelkampf unter Druck zu setzen. Das gelang dem 27-Jährigen aus Schiffweiler auch, den Gesamtsieg aber verpasste er: Mit Frank Färber stellte sich ein extrem schneller Mann dem Kampf gegen die Uhr. Der Neuwieder und sein Beifahrer René Meier waren im Mitsubishi Lancer Evo 8 letztlich das Maß der Dinge. Das lag auch daran, dass Broscharts ohnehin mit weniger PS ausgestatteter Mitsubishi Evo Zicken machte. "Auf der ersten Schleife hat das Auto Aussetzer gehabt. Der Motor lief nicht richtig. Ich schätze, wegen eines Wackelkontakts. Das hat uns sicherlich bis zu zehn Sekunden gekostet", sagte Broschart.

Es hätte demnach im Kampf um den Gesamtsieg enger werden können, angesichts der 14,7 Sekunden, die der Saarländer nach sechs Wertungsprüfungen (WP) über rund 56 Kilometer hinter Färber lag. Im Endeffekt konnten der Zweitplatzierte und sein Co-Pilot Christoph Maurer (Eppelborn) mit dem Abschneiden gut leben: "Wir waren mit 30 bis 40 PS weniger unterwegs als Färber. Mehr ging da einfach nicht. Mit Gesamtplatz zwei und dem Klassensieg sind wir zufrieden. Es war eine sehr anspruchsvolle Rallye. Das zeigt die hohe Zahl der Ausfälle. Wir sind froh mit dem Ergebnis", fand Broschart.

Von 81 gestarteten Autos wurden am Ende 24 nicht gewertet. Zu den prominentesten Opfern zählten Hanno und Ingo Brocker. Zur Halbzeit lagen die Wolfersweiler im Ford Cosworth hinter Färber und dem Luxemburger Patrick Gengler (Evo 9) noch auf Rang drei, auf der zweiten Passage der WP "Weiskircher Land" verloren sie aber ein Rad - gleichbedeutend mit dem bitteren Aus. Auch Gesamtsieger Färber räumte ein, dass ihm die diffizile Strecke anfangs Mühe bereitete: "Nach einer Prüfung hatten wir uns aber eingeschossen", sagte der Neuwieder, der auf WP 1 noch Gengler den Vortritt lassen musste, dann aber auf den folgenden drei Prüfungen Bestzeit fuhr und dann 11,4 Sekunden vor dem Luxemburger lag.

Gropp trumpft auf

Durch seinen Sieg auf WP 5 schob sich auch Broschart noch an Gengler vorbei und verteidigte mit einem starken Ritt über die 13,3 Kilometer lange "Wahlener Platte" souverän Rang zwei. Zweitbester Saarländer wurde Uwe Gropp aus Wiebelskirchen, der mit Hanna Ostlender im unterlegenen Citroën DS3 R3T mit 1:49,1 Minuten Rückstand auf Rang sechs kam. Nur 1,6 Sekunden dahinter wurde Kai Stumpf aus Heusweiler im BMW 320 Siebter. Lokalmatador Stefan Petto, der erstmals mit Freundin Lisa Vandrey startete, gewann im seriennahen Gruppe G Mitsubishi die Division und schloss einmal mehr unter den Top 10 im Gesamtklassement ab.

Zum Thema:

Auf einen Blick Gesamtergebnis der Rallye "Rund um Losheim ": 1. Frank Färber/René Meier (Neuwied/Wilkau-Haßlau, Mitsubishi Evo 8) 31:52,6 Minuten, 2. Jörg Broschart/Christoph Maurer (Schiffweiler/Eppelborn, Mitsubishi Evo) + 14,7 Sekunden, 3. Patrick Gengler/Ken Gengler-Krüger (Mamer/Ayl, Mitsubishi Evo 9) +21,7 Sekunden, 4. Frank Herrmann/Inge Herrmann (beide Notzingen, Mitsubishi Evo) + 1:19,4 Miuten, 5. Maurice Moufang/Sophie de Fries (Nidda/Flörsheim-Dalsheim, BMW E36) + 1:43 Minuten, 6. Uwe Gropp/Hanna Ostlender (Wiebelskirchen/Baesweiler, Citroën DS3 R3T) + 1:49,1 Minuten, 7. Kai Stumpf/Martin Brack (Heusweiler/Landsweiler, BMW E30) + 1:50,7 Minuten, 8. Helmut Beckmann/ Stefan Grundmann (Wipperführt/Orscholz, Mitsubishi Lancer Evo) + 1:51,8 Minuten, 9. Eric Thill/Georges Lucius (Luxemburg, Subaru Impreza WRX STI) + 2:18,5 Minuten, 10. Stefan Petto/Lisa Vandrey (Nonnweiler/Hermeskeil, Mitsubishi Evo 9) + 2:18,8 Min. bene