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Diskussion um MBE-Trasse
Borger fordert erneut Hochwaldbahn

Der Merziger Grünen-Vertreter Klaus Borger könnte sich vorstellen, die Bahnstrecke zwischen Losheim und Merzig nicht nur touristisch, wie hier für die Losheimer Museumsbahn, zu nutzen. Foto: Tourist-Info  Losheim  
Der Merziger Grünen-Vertreter Klaus Borger könnte sich vorstellen, die Bahnstrecke zwischen Losheim und Merzig nicht nur touristisch, wie hier für die Losheimer Museumsbahn, zu nutzen. Foto: Tourist-Info  Losheim   FOTO: Achim Laub / SZ
Losheim am See. Die Losheimer Räte zeigen bezüglich des Erhaltes einer alten Bahntrasse Geschlossenheit. Sie wollen das touristische Potenzial nutzen.

Die Gemeinde Losheim am See erntet Lob und Unterstützung für ihren Einsatz zum Erhalt der Eisenbahntrasse zwischen Losheim und Merzig, der Trasse der früheren Merzig-Büschfelder Eisenbahn: „ Eine Gemeinde, die das touristische Potenzial einer Hochwaldbahn erkennt“, lobt Klaus Borger, Vertreter von Bündnis90/Grüne im Merziger Stadtrat, den jüngsten Beschluss des Losheimer Gemeinderates, mit dem die Sanierung eines Teilstücks der Bahntrasse in Gang gebracht wurde. Um dem Museumseisenbahnclub Losheim (MECL); der die zurzeit wegen baulicher Mängel stillgelegten Strecke für seine Museumsbahn nutzt, zumindest zu seinem Bahnpostfest Anfangt August ein teilweises Befahren der Strecke zu ermöglichen, haben Gemeinde und Rat auf die Sanierung des Teilstücks zwischen Dellborner Mühle und Losheim gedrungen (SZ vom 14 Juli).



„Völlig zu Recht herrscht in Losheim parteiübergreifend Einmütigkeit, das ungenutzte Potenzial der so genannten Museumsbahn zu erkennen“, kommentiert der Merziger Grünen-Chef Borger diese Initiative in einer Erklärung gegenüber der SZ.  Und weiter: „Natürlich ist die Kritik von Ratsmitglied Stefan Palm (CDU) an der Stadt Merzig nachzuvollziehen, denn dort hat man immer noch nicht das Potenzial der Eisenbahnlinie erkannt.“

Borger macht sich erneut dafür stark, die Bahntrasse nicht nur touritisch zu ntuzen, sondern im Sinne einer Nahverkehrsverbindung zwischen dem Hochwaldraum und der Kreisstadt auf Schienen – von ihm als „Hochwaldbahn“ propagiert. „Dass sich Merzig seit einiger Zeit einer interkommunalen Zusammenarbeit nicht verweigert, wird ausdrücklich begrüßt. Nur leider findet diese  mit der aus vielerlei Sicht sehr wichtigen Nachbarkommune Losheim am See nicht statt“, kritisiertBorger.

Gerade der Tourismus mit seiner wirtschaftspolitischen Strahlkraft brauche interkommunale Kooperationen, da er nur in größeren räumlichen Zusammen-hängen funktioniere. „Gäbe es eine echte Kooperation unserer Kommunen, würde die Diskussion um eine Reaktivierung der Bahnstrecke sicher in eine neue Richtung laufen und nicht wie seit Jahren im Klein-Klein stecken bleiben“, findet Klaus Borger.

Er bringt ein Positiv- Beispiel aus einer anderen Region der Republik ins Spiel: „Schaut man zum Beispiel in eine ebenfalls ländliche und damit strukturschwache Region Deutschlands , den Bayerischen Wald, haben dort alle Akteure zusammen-gearbeitet und eine alte Bahnstrecke unter touristischen Zielen als Wald-Bahn reaktiviert.“ Bei uns würde nach seiner Überzeugung eine Reaktivierung aber nicht nur touristische Ziele unterstützen. „Es wäre eine wichtige verkehrliche Ergänzung,  um den Hochwaldraum mit der Saar-Achse zu verbinden.“ Neben Museumszügen sollte dann aber auch, wie in Bayern, hochmoderne Technik zum Einsatz kommen. Borger. „Beides könnte dazu beitragen, den Tourismus zu fördern und den Umstieg auf den oft beschworenen ÖPNV als Alltagsverkehr unterstützen.“