Ausgezeichnete Schiris

Dankbar ist der Job als Schiedsrichter ja eigentlich nicht. Doch die Merziger Kameraden haben Spaß an ihrer Arbeit und meisterten zahlreiche Partien. Am jüngsten Lehrabend gab es Ehrungen und einen Rückblick.

"Ein ereignisreiches und arbeitsintensives Fußballjahr liegt hinter der Schiedsrichtergruppe Merzig, das wie im Flug vergangen ist", begrüßte Schiedsrichterobmann Björn Becker seine Kameraden zum letzten Lehrabend des Jahres, der letztmalig in Eigenständigkeit erfolgte. Überwiegend zogen alle Schiedsrichter an einem Strang.

"Unsere 47 Schiedsrichter haben 1466 Spiele geleitet. Darin enthalten sind 101 Assistenten-Einsätze und 33 Beobachterspiele", nannte Becker das Pensum. Weit über dem Schnitt von 33 Spielen lagen Tobias Ewerhardy, der 120 Spiele leitete. Volker Langohr 119, David Noack 92, Alfred Schwindling 73 und Lokman Arslan 55 Spiele folgten auf den Plätzen.

"Unsere jüngeren Kameraden könnten sich hieran mal ein Beispiel nehmen", monierte Becker. Viel zusätzliche Arbeit machte vornehmlich die Umbesetzung von Spielen, die gemeinsam mit den übrigen Obmännern zu erledigen war, oftmals bis sonntags 12 Uhr.

"Mit 453 Rückgaben war diese Anzahl eindeutig zu hoch", schlug Becker weitere kritische Töne an. Zudem konnten etliche Spiele mehr als im Vorjahr wegen Mangel an Schiedsrichtern im Bereich Jugend, Alte Herren und Reservemannschaften nicht besetzt werden. Mit Christoph Müller pfeift nur noch ein Schiedsrichter mit Gespann Spiele in der Verbandsliga.

Im Förderkader ist kein Schiedsrichter. Als Beobachter fungieren Klaus Kautenburger, Rainer Palz und Arno Gregorius. Palz und Gregorius sind auch im Lehrstab des Kreises, Palz zusätzlich Referent. Klaus Kautenburger hat zusammen mit dem Obmann einen Sitz im Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss. Mit der Organisation und Ausrichtung des Schiedsrichter-Masters hat die Gruppe Merzig im Vorjahr allerdings viel für ihr Ansehen erzielt, dazu einige Münzen in die Mannschaftskasse. Im erfreulichen zweiten Teil des Abends erfolgten Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit zur Gilde der Pfeifenmänner. Fabian Wellstein, Lukas Becker wurden für 5 Jahre mit Ehrenurkunde und Ehrennadel ausgezeichnet, derweil Simon Krangemann seit zehn Jahren mit der Pfeife unterwegs ist.

Schon 20 Jahre fungieren Volker Bohr und Bernd Becker als neutrale Regelwächter auf den Sportplätzen des Fußballkreises, wo derweil Alfred Schwindling und Erwin Kuhn den Fußballregeln schon 40 Jahre Geltung verschaffen. "Wir sind stolz, zwei Kameraden dieser Güteklasse in unseren Reihen zu haben", lobte der Obmann die Oldies, die beide zusammen 137 Lenze zählen und nahezu unbezahlbar für die Gruppe sind. In diese Kategorie fällt auch Alois Zenner, der mit seinen bald 75 Lebensjahren oder 27359 Lebenstagen stattliche 12042 Tage der Schiedsrichterei gewidmet hat.

"Drei Tage vor seinem 33. Geburtstag hat er die Schiedsrichterprüfung abgelegt, ist seit 1974 also 42 Jahre lang ein ganz verlässlicher Pfeifenmann und auf den Sportplätzen ein gern gesehener Schwarzkittel gewesen", stellte Becker dem neu ernannten Ehrenschiedsrichter der Gruppe ein gutes Zeugnis aus. Bevor es zur gemütlichen dritten Halbzeit überging, dankte Obmann Becker allen Kameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Fußballs und sprach die Hoffnung aus, dass alle bei der Stange bleiben mögen.