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71-Jähriger wird Opfer von Trickbetrug - Polizei warnt vor Betrugsmasche beim Geldabheben

Polizei warnt vor Trickbetrug am Geldautomat : 71-Jähriger wird Opfer von Betrugsmasche

Einem 71-jährigen Mann wurde am Samstag, dem 1. Februar 2020, die EC-Karte entwendet und anschließend ein hoher dreistelliger Betrag von seinem Konto abgehoben. Das hat das Landespolizeipräsidium Saarland mitgeteilt und warnt in diesem Zusammenhang vor dieser Masche.

Nach Polizeiangaben bediente der 71-Jährige am 1. Februar 2020 bei einer Bankfiliale in Losheim den Geldautomaten und wurde dort von einem etwa 20 bis 25 Jahre alten Mann in ein Gespräch verwickelt. Laut Polizei wird der junge Mann verdächtigt, dabei unbemerkt die EC-Karte des Mannes entwendet zu haben. Der Unbekannte soll in Begleitung einer Frau im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren gewesen sein. Die Ermittler beim Kriminaldienst in Merzig vermuten, dass das unbekannte Pärchen die Geheimnummer bei der Eingabe am Geldautomaten ausspähte und so schließlich über das entsprechende Konto verfügen konnte. Ein hoher dreistelliger Betrag wurde vom Konto des 71-Jährgen abgehoben. Weitere Abhebungsversuche scheiterten am Verfügungslimit des Kontos.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche, die in den vergangenen Wochen vermehrt festgestellt wurde und in vielen Fällen ähnlich abläuft: Die PIN wird am Überweisungsterminal oder am Geldautomat ausgespäht. Das Opfer wird abgelenkt, um die Bankkarte direkt aus dem Gerät zu entwenden. Dem Opfer wird glaubhaft gemacht, der Automat habe die Karte eingezogen. Ein Indiz für Vorbereitungshandlungen zu einem solchen Trickbetrug sind abgeschnittene Sichtschutzkappen, die an den Geräten angebracht sind und eine sichere Eingabe der PIN gewährleisten sollen.

Die Analyse der Straftaten im Zusammenhang mit Geldautomaten durch das Landespolizeipräsidium zeigt auch, dass in vielen Fällen Geldbeutel, Handtaschen oder auch Bargeld im Bereich der Geldautomaten vergessen und in der Folge gestohlen werden.

Der finanzielle Schaden durch Ausspähen der PIN mit anschließender Kontoverfügung ist im Einzelfall oftmals beträchtlich, weshalb das Landespolizeipräsidium eindringlich vor dieser Masche warnt.

Die Polizei weist daher auf folgende Tipps gegen Kriminalität am Geldautomaten hin:

  • Geheimnummer (PIN) stets getrennt von der Bankkarte aufbewahren.
  • Auf ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Personen bei der PIN-Eingabe am Automaten achten; Tastaturfeld durch Abdecken gegen Ausspähen schützen.
  • Besondere Vorsicht ist bei Ansprache oder Ablenkungsversuchen durch andere Personen geboten.
  • Geldbeutel und Handtasche immer im Blick behalten.
  • Beim Verdacht auf Manipulationen am Geldautomaten bitte die Polizei verständigen.
  • Regelmäßig Kontoauszüge kontrollieren und bei Auffälligkeiten sofort die Bank informieren.
  • Bei Verdacht die Karte über Sperrnotruf unter Telefon 116 116 sofort sperren lassen, auch wenn einem von unbekannten Dritten versichert wird, der Automat habe die Karte eingezogen. Anzeige bei der Polizei erstatten.

Es gibt zudem eine Reihe bekannter Manipulationsmöglichkeiten an Geldautomaten, über die die Internetseite der Kriminalprävention (https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-an-geldautomaten/) detailliert informiert.