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149 Feuerwehrleute kämpfen auf einem Hof in Bergen gegen Flammen

Kostenpflichtiger Inhalt: Löscheinsatz in der Nacht zum Mittwoch : Pferdestall in Bergen geht in Flammen auf

Über zwölf Stunden waren Feuerwehr und weitere Helfer im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Zwei Menschen wurden verletzt.

Über Stunden haben 149 Feuerwehrleute gekämpft, um den Flammen auf einem Pferdehof in Bergen Herr zu werden. Die Stallung, überwiegend aus Holz gebaut, brannte nach Angaben der Polizei-Inspektion Nordsaarland fast völlig aus. Sie geht von einem Schaden im sechsstelligen Bereich aus, landwirtschaftliche Maschinen wurden zerstört. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Dem Besitzer und seinen Helfern war es gelungen, beim Ausbruch des Brandes um die 40 Pferde in Sicherheit zu bringen.

Alarmiert wurden die Löschbezirke von Bergen, Britten, Scheiden, Losheim, Wahlen, Mettlach, Orscholz, Weiskirchen und Besseringen am Dienstag um 23.31 Uhr. Als die ersten Einsatzkräfte an dem Aussiedlerhof eintrafen, wüteten nach Darstellung von Stefan Fritz von der Losheimer Feuerwehr auf einem 15 mal 20 Meter großer Abschnitt der Stallung die Flammen: „Vollbrand“, wie der Pressesprecher kommentierte.

Sofort starteten die Einsatzkräfte ihren Löschangriff – zum einen, um das Wohnhaus zu schützen. Zum anderen sollte verhindert werden, dass sich das Feuer weiter durch die Stallung frisst, zunächst allerdings ohne Erfolg. „Während der ersten Löscharbeiten kam es zur Explosion einer Gasflasche innerhalb des brennenden Bereichs“, berichtet der Pressesprecher der Losheimer Feuerwehr. „Die Gasflasche wurde circa 70 Meter weit aus dem Gebäude geschleudert und stürzte auf den Kommandowagen des Gemeindewehrführers, der den Einsatz leitete. Das Fahrzeug wurde hierdurch beschädigt“, berichtet Fritz weiter. Eine Person, die nur knapp von den umherfliegenden Teilen verfehlt wurde, erlitt laut Polizei einen Schock.

Zudem stürzte eine Giebelwand des Gebäudes ein. Da die Einsatzkräfte eine Ausbreitung des Feuers auf das übrige Gebäude nicht ausschließen konnten, riefen sie nach seinen Worten weitere Kollegen um Hilfe – insbesondere Facheinheiten zur Wasserversorgung auf Kreisebene. Einsatzkräfte aus Orscholz, Weiskirchen und Besseringen eilten ihren Kollegen zur Hilfe, um im Notfall Wasser zu pumpen.

Den Schaden, der bei dem Brand entstand, liegt laut Angaben der Polizei im sechsstelligen Bereich. Foto: Werner Krewer

Schließlich sei es den freiwilligen Helfern gelungen, den Brand an einer Bauabschnittswand zu stoppen und unter Kontrolle zu bringen. Mit einem Radlager wurden Teile der vom Brand stark zerstörten Holzkonstruktion eingerissen, um die Löscharbeiten zu erleichtern. Mit dem Bagger wurde auch das Brandgut mit viel Heu und Stroh ins Freie gebracht und endgültig abgelöscht.

Wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung musste eine Person ins Krankenhaus gebracht werden, berichtet die Polizei. Eine weitere wurde wegen des Verdachts auf Schock behandelt. „Betroffene wurden durch die Notfallseelsorge betreut“, berichtete Fritz weiter. Nach rund drei Stunden konnten die freiwilligen Helfer aus Scheiden, Losheim, Wahlen und Mettlach abrücken. Dagegen mussten die Einsatzkräfte aus Bergen und Britten ausharren. Für sie standen Nachlöscharbeiten auf dem Programm, die bis weit in die Mittagsstunden andauerten, teilte der Pressesprecher weiter mit. Warum das Feuer ausgebrochen ist, steht laut Polizei noch nicht fest. Brandexperten werden die Ermittlungen aufnehmen.

Eine Gasflasche explodierte und flog 70 Meter weit. Foto: Werner Krewer

Neben den 149 Feuerwehrleuten waren sieben Helfer von den Rettungsdiensten DRK und Malteser im Einsatz, hinzu kamen fünf Beamte der Polizei. Auch Losheims Bürgermeister Helmut Harth eilte zum Brandherd.