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Fußball: Lorig lässt Noswendel Wadern jubeln

Fußball : Lorig lässt Noswendel Wadern jubeln

Flügelflitzer ist beim 4:1-Sieg gegen Perl-Besch an allen vier Treffern beteiligt. Dritter Sieg aus den letzten vier Liga-Spielen.

Der 6:1-Kantersieg unter der Woche im Fußball-Saarlandpokal gegen Palatia Limbach scheint den FC Noswendel Wadern eher beflügelt als konditionell geschwächt zu haben. Der Verbandsliga-Aufsteiger legte jedenfalls am Sonntag nach torlosen 45 Minuten bei regnerischer Witterung nach der Pause nochmal eine Schippe drauf und bezwang die SG Perl-Besch im Kreisduell unerwartet klar mit 4:1.

„Die Mannschaft ist gut drauf. Sven Schwindling war nicht einsatzfähig, dafür sind aber andere wieder fit. Das belebt den Konkurrenzkampf“, erklärt Trainer Thorsten Schütte den Aufschwung. Gegen Perl-Besch glückte auch ohne Landesliga-Torschützenkönig Schwindling (41 Tore) der dritte Dreier aus vier Ligaspielen.

Ein Garant für den Erfolg war erneut Marcel Lorig, der an allen FC-Toren direkt beteiligt war: Der 20-jährige Flügelflitzer machte sieben Minuten nach der Pause den Anfang, als er ein schönes Zuspiel von Philipp Weber zum 1:0 verwertete (53.). Es folgten mit Schüttes Auswechslung (Wadenprellung) und dem schnellen 1:1-Ausgleich durch Perls Torjäger Pascal Hurth (55.) zwei Rückschläge. Doch Noswendel ließ sich nicht beirren: Lorig erkämpfte sich den Ball, wurde im Strafraum von zwei Gästespielern in die Zange genommen – und es gab Elfmeter (68.). Alexander Neu ließ sich nicht großartig bitten, versenkte den fünften Strafstoß in den letzten sechs Ligapartien zum 2:1. Nur Sekunden später legte Lorig bereits vorentscheidend nach (69.). „Mit dem 3:1 war die Messe gelesen“, sagte Schütte, der sogar noch das 4:1 durch den ebenfalls überragenden Weber bejubeln durfte (90.). Lorig leistete erneut die Vorarbeit. Zwei Treffer und zwei Vorlagen – das war Lorig schon vom 5:2 in Hemmersdorf gelungen.

Noswendel Wadern kletterte mit nun 14 Zählern auf Rang elf – und überholt dabei den SV Wahlen-Niederlosheim. Der verlor nicht nur das Heimspiel gegen Schlusslicht SG Saarlouis-Beaumarais mit 0:3, sondern auch Fabian Hein und Torwart David Paulus, der nach einer Roten Karte für den Mitspieler wegen vermeintlicher Notbremse den Schiedsrichter anging und gleich mit runter durfte (90.). Zuvor waren die Gäste durch Malte Kochems in Führung gegangen (41.), Benjamin Niegemann sorgte per Doppelpack (50. und 58.) für klare Verhältnisse. Selbst die Startelf-Rückkehr von Spielertrainer Nico Portz brachte der Heimelf wenig. „Bei uns haben Leistung und Einstellung nicht gepasst. Der Gegner hat ein gutes Spiel gezeigt“, sagte der zweite SVW-Spielertrainer Alexander Schmitt.

Der FC Brotdorf konnte derweil den sechsten Sieg des FC Rastpfuhl in dessen sechstem Auswärtsspiel der Saison nicht verhindern. Jury Vullo traf für die Gäste vor der Pause zum 1:0-Endstand. FCB-Trainer Thorsten Sünnen monierte zwei aus seiner Sicht falsch bewertete Szenen: Einen Foulpfiff gegen Tom Schreiner, der vor seinem aberkannten Tor Gästetorwart Tobias Knapp angegangen haben soll. Und eine Aktion in der Endphase, als der Ball nach einem Lattenschuss von Schreiner einem Gegner an die Hand sprang, der Elfmeterpfiff aber ausblieb. Sünnen räumte aber ein: „Rastpfuhl war das beste Team, gegen das wir bisher gespielt haben.“

Die größte Chance des 1. FC Reimsbach beim SC Großrosseln war ein Pfostenschuss von Dimitri Rupps nach 17. Minuten, am Ende konnten die Gäste mit dem 0:0 ganz gut leben.