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Merezig-Wadern
Lösung für Demenz-Cafés in Sicht

Merzig-Wadern. CDU-Abgeordneter Frank Wagner: Landesregierung und Rotes Kreuz reden über mögliche Wiedereröffnung.

Gibt es doch noch eine Chance auf den Erhalt zumindest eines Demenz-Cafés im Landkreis? Dies erscheint zumindest möglich, wie aus einer Mitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Frank Wagner aus Merzig von gestern hervorgeht. Darin heißt es: „Nach dem Aus für die Demenz-Cafes in den Landkreisen St.Wendel und Merzig-Wadern befasste sich im Landtag der Sozialausschuss mit dieser Thematik. Landesregierung und Rotes Kreuz wollen nun nach einer Möglichkeit suchen, die Einrichtungen wieder zu öffnen.“


Darauf haben sich nach Wagners Angaben beide Seiten im Sozialausschuss des Landtages verständigt. Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) habe weiterhin zugesichert, das nötige Geld für einen Weiterbetrieb bereitzustellen. Die Treffpunkte für demente Menschen in den beiden Landkreisen waren Anfang März vom Roten Kreuz geschlossen worden (die SZ berichtete). Begründet worden war dies mit mangelnder Nachfrage und Finanzierungsproblemen.

Im Landkreis Merzig-Wadern gab es Demenz-Cafés vom DRK in Düppenweiler, Mettlach und Perl. Insbesondere im Falle von Düppenweiler war Kritik an der Schließungs-Entscheidung des DRK-Landesverbandes laut geworden. Die Einrichtung dort war mit fünf bis sechs Teilnehmern noch die am stärksten frequentierte unter den drei Standorten im Kreis gewesen. Die SPD in der Gemeinde Beckingen hatte auf die Schließung des Düppenweiler „Café Vergissmeinnicht“ mit Unverständnis reagiert und hatte, unterstützt von Bürgermeister Thomas Collmann (SPD), an den Landkreis und das DRK appelliert, über Möglichkeiten zum Erhalt der Einrichtung nachzudenken.



Tatsächlich scheint, wie aus der gestrigen Mitteilung des CDU-Abgeordneten Frank Wagner zu ersehen ist, nun Bewegung in die Angelegenheit gekommen zu sein: „Es ist sehr erfreulich, dass sich die Landesregierung aktiv mit dieser Thematik beschäftigt. Ich werde diesen Lösungsprozess in unserem Landkreis aktiv begleiten und mich bei der Gesundheitsministerin für den Erhalt dieser Treffpunkte für Demenzkranke einsetzen“, betonte der CDU-Abgeordnete aus Merzig. Und weiter: „In unserem Landkreis sollte zumindest ein zentrales Demenz-Café erhalten bleiben. Im Austausch mit dem Roten Kreuz und dem Sozialministerium sollte man sich die Situation in unserer Region noch einmal in Ruhe anschauen und eine neue, zukunftsfähige Lösung erarbeiten.“