| 20:19 Uhr

Rallye
Löffelhardt schlägt am Schluss noch mal zu

Die sechstplatzierten Patrick Fank und Andre Foxius begeisterten in ihrem Mitsubishi die Zuschauer mit spektakulären Drifts.
Die sechstplatzierten Patrick Fank und Andre Foxius begeisterten in ihrem Mitsubishi die Zuschauer mit spektakulären Drifts. FOTO: Dörrenbächer/ADAC
Zerf/Merzig. BMW-Pilot fängt bei der Osterrallye in Zerf den Führenden noch auf der letzten Prüfung ab.

Was für ein Sekundenkrimi bei der 29. ADAC Osterrallye in Zerf, dem zweiten Laufs zur Saarländischen Rallye Meisterschaft! Vom ersten Meter an bis zum Zieleinlauf herrschte Hochspannung. Michael Bieg aus Lindlar (Bergisch Gladbach) und sein Co-Pilot Dietmar Moch  eroberten in ihrem  Mitsubishi Lancer Evo 9 vor der letzten der sechs Wertungsprüfungen die Spitze. 2,3 Sekunden betrug der Vorsprung auf Verfolger Markus Löffelhardt und Copilotin Lisa Stengl (Neuenstein/Heilbronn). Doch die konnten mit einer Schlussattacke das Blatt doch noch mal wenden und gewannen im BMW M 3 mit einem Wimpernschlag von 1,2 Sekunden Vorsprung. Oliver Bliss und Stefan Grundmann vervollständigten in einem weiteren Mitsubishi das Podium. Ihnen fehlten aber bereits 58,4 Sekunden.


Mit 84 Teilnehmern glänzte das sowohl quantitativ als auch qualitativ stark besetzte Teilnehmerfeld mit dem frühlingshaften Wetter um die Wette. Mehrere tausend Zuschauer pilgerten zu den drei unterschiedlichen Wertungsprüfungen (WP), die es jeweils zwei Mal zu absolvieren galt. Dabei stand besonders der neue, rund 15 Kilometer lange Rundkurs „Merzkirchen“ (WP 3 und 6) im Fokus. Ein Hochgeschwindigkeitskurs, der es bei der Bestzeitenjagd durchaus in sich hatte – und gleich für mehrere Abflüge sorgte.  „Diese WP wird zum Scharfrichter“, hatte der 2016er Sieger Frank Färber schon vor dem Start erkannt.

Auch dem späteren Sieger Löffelhardt war das klar: „Ich wusste, dass dort die Entscheidung fallen würde. Diese sauschnelle Prüfung mit langen Asphalt-Passagen musste mit äußerster Präzision gefahren werden.“ Mitfavorit Färber aus Neuwied war da schon nicht mehr dabei. Er schied mit Antriebswellenschaden auf der vierten Wertungsprüfung aus.



Andreas Brocker und Sabrina Woll (Wolfersweiler/Hasborn) setzten dagegen ihren Aufwärtstrend fort. Sie fuhren in ihrem Mitsubishi Lancer Evo 7 erneut zum Sieg in ihrer Klasse und auf den starken fünften Rang der Gesamtwertung. Damit übernahmen sie auch die Gesamtführung in der saarländischen Meisterschaft. Bei der Rallye Kempenich, dem Saisonstart der SRM, hatte, hatten die beiden Gesamtrang vier belegt.

Mit Rang neun trumpften der Püttlinger Dirk Huppert und Domenic Kremkau in einem weiteren Mitsubishi auf, dem Schiffweiler Uwe Gropp und Sina Hildebrandt gelang im Citroen DS3 R3 Max ebenfalls der Sprung in die Top 10 des Gesamtklassements. Nicht so gut lief es dagegen für die amtierenden Saarlandmeister Kai Stumpf aus Holz und seinen Lebacher Co-Piloten Martin Brack (BMW 320is). Sie belegten in ihrer Klasse nur den ungewohnten dritten Rang und wurden 13. im Gesamtklassement.