Verbandsliga: Krisengipfel gegen Tabellennachbarn

Verbandsliga : Krisengipfel gegen Tabellennachbarn

Verbandsliga: FC Noswendel Wadern empfängt Saarlouis-Beaumarais, Wahlen-Niederlosheim erwartet Überherrn.

Gegen einen kriselnden Gegner raus aus der Krise: Das ist an diesem Sonntag für die Fußballer des FC Noswendel Wadern die Devise, wenn sie um 15 Uhr die SG Saarlouis-Beaumarais zum Kellerduell der noch jungen Verbandsligasaison empfangen. Der Aufsteiger um Neu-Spielertrainer Thorsten Schütte holte nach dem 2:1-Auftaktsieg beim SV Wahlen-Niederlosheim aus den nächsten sechs Partien nur einen Zähler und belegt direkt vor den Gästen Platz 13. Für Saarlouis-Beaumarais stehen einem Sieg bereits sechs Niederlagen gegenüber - ein tiefer Fall, nachdem die SG in ihrer Premierensaison bis zum letzten Spiel auf Aufstiegskurs lag.

„Wir spielen zu Hause, was ein Vorteil sein sollte. Aber in so einem Spiel ist alles drin“, sagt Schütte.  „Das sind zwei Teams, die auf keinen Fall verlieren dürfen. Es kann ein Riesenspektakel oder ein ziemlich ekliges Spiel werden - auf jeden Fall ein wegweisendes“, hat er den Ernst der Lage erkannt. Der Abstand zum 1. FC Riegelsberg auf dem sicheren Rang zwölf beträgt schon fünf Zähler. Der Verlierer von Wadern dürfte daher bis auf weiteres in den Niederungen verschwinden.

„Beide sind unzufrieden. Beide hoffen, dass dieses Spiel den Befreiungsschlag bringt“, weiß Schütte, dessen ehemals üppiger Kader zuletzt große Lücken bekam. Der verletzte Philipp Weber und Urlauber Jan-Philipp Grünewald werden wie bei der 2:6-Niederlage beim FC Rastpfuhl fehlen. Nachdem dort bei einem spielfreudigen Gegner nichts zu ernten war, soll jetzt gegen einen auf Augenhöhe die Trendwende her: „Das ist eine ganz entscheidende Woche. Danach haben wir Hemmersdorf (mit zwei Punkten Vorletzter; Anm. d. Red.) und mit dem Pokalspiel in Furpach drei Spiele in sieben Tagen“, sagt Schütte. Neben den Kaderproblemen nennt er einen anderen Grund für den mauen Start: „Wir sind noch nicht richtig in der Liga angekommen. Es fällt uns schwer, unsere Spielweise anzupassen und den Kampf anzunehmen.“  Während sein Team vorhandene Chancen nicht nutze, werde jeder eigene Fehler eiskalt bestraft: „Darunter leiden wir.“

Die Leidenszeit von Wahlen-Niederlosheim scheint mit dem 4:2-Sieg beim Lieblingsgegner SC Großrosseln dagegen vorbei: „Wir haben uns auf unsere Tugenden besonnen, waren engagiert und 93 Minuten voll konzentriert“, blickt Neu-Spielertrainer Alexander Schmitt zufrieden zurück und sagt angesichts des Heimspiels an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen Aufsteiger SSV Überherrn: „Der Erfolg in Großrosseln gibt uns sicher Auftrieb. Den Schwung müssen wir jetzt mitnehmen.“ Zumal es personell weiterhin besser aussehen könnte. Christopher Seibel (Muskelfaserriss), Nico Schmitt (Bänderdehnung) und Spielertrainer Nico Portz, der mit Handbruch noch länger ausfällt, fehlen gegen Überherrn. Ob die angeschlagenen Martin Kreis, Carsten Gimler und Kai Kautenburger mitwirken können, bleibt abzuwarten. Kapitän David Schommer kehrt dagegen nach berufsbedingter Pause zurück. „Wir können immerhin wieder drei Mal wechseln“, sagt Schmitt und grinst. Die Leistung in Großrosseln kann er ob der Verletzungsmisere nicht hoch genug bewerten: „Wir sind vom Pech geplagt. Aber es spricht für die Mannschaft, dass sie durch Einstellung und Kampf trotzdem gepunktet hat.“ In der Hoffnung auf eine diesmal sorgenfreie Saison darf das gegen Überherrn gerne genauso sein.

Mit Großrosseln muss sich zeitgleich der FC Brotdorf messen, wenn es für den Tabellenfünften im Heimspiel darum geht, nach dem 1:2 bei der SG Perl-Besch in die Erfolgsspur zurückzukehren. Der 1. FC Reimsbach peilt zurselben Zeit bei Schlusslicht SV Karlsbrunn den nächsten Dreier an. Der unbesiegte Ligazweite Perl-Besch spielt um 15.30 Uhr beim FV Siersburg.