Würste statt Lametta

Am Samstag, Hunde, wird's was geben, dann wird sich der Chandler freuen - auf seinen artgerechten Weihnachtsbaum. Den schmücke ich mir in diesem Jahr selbst. Das Okay meines Menschen habe ich mir am Heiligabend vor einem Jahr eingeholt, als ich ziemlich verdattert vor dem Baum stand und mich beschwert habe, dass nur Glitzerzeug an dem Baum hin, kein einziger Wurstzipfel vorhanden, mit dem ich in irgendeiner Weise hätte was anfangen können. Silberfäden mögen was für Loriots Opa Hoppenstedt sein, der ständig quengelt: "Früher war mehr Lametta!", aber nicht für einen Chandler. Ich mag es - wie auch sonst im Jahr - wurstig-herzhaft.

Dass der Baum deshalb farblich eintönig wird, stelle ich in Abrede. Die Baumspitze ziert ein frischer Knochen in beige-rot, die Wiener erglänzen in einem zarten Rosé, die Leberwürste in Grün und die delikaten Blutwürste in einem Blau-Lila. Die Leckerli befestige mit weißen Schleifchen an den Zweigen. Und mein persönlicher Weihnachtsbaum ist fertig.