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Wochenkolumne zum tödlichen Unfall in Merzig an der Ampelkreuzung

Kolumne „Unsere Woche“ : Rasches Handeln muss sein

Der Schock sitzt immer noch tief über das, was am Dienstag an der neuen Ampelkreuzung in Merzig geschehen ist. Der  Unfalltod eines 75 Jahre alten Radfahrers  beschäftigt die Menschen in der Kreis­stadt und darüber hinaus auch Tage später noch.

Das zeigt sich bei einem Blick in die sozialen Netzwerke, das zeigt sich aber auch bei den Zuschriften, die seit dem Unfall vom Dienstag bei unserer Redaktion eingehen.

Am Montag nun wollen sich Vertreter der Kreisstadt, des Landesbetriebs für Straßenbau und der Polizei zusammensetzen, um über Konsequenzen aus diesem schlimmen Unglück zu sprechen.

Klar ist: Dieses Treffen darf nicht zu Ende gehen, ohne dass konkrete Schritte vereinbart werden. Auch wenn im Moment noch nicht abschließend geklärt sein sollte, wie der Unfall tatsächlich abgelaufen ist: Ein Abwarten darf es nicht geben, das wäre die völlig falsche Reaktion. Dass die Neugestaltung dieses Nadelöhrs Risiken für bestimmte Verkehrsteilnehmer birgt, hat der vergangene Dienstag auf tragische Weise deutlich gemacht.

In der Vergangenheit war in den Diskussionen um den Umbau des Kreisels auch argumentiert worden, dass  für Fußgänger und Radfahrer die Ampelkreuzung ein Mehr an Sicherheit bringen werde. Das ist, zumindest in der jetzigen Gestaltung der Kreuzung und der Ampelanlage, offenkundig nicht der Fall. Hier muss dringend nachgebessert werden im Sinne der Sicherheit für alle, die diese Kreuzung nutzen. Die Kreuzung wird bleiben, bei aller Kritik. Aber sie muss sicherer werden. Die Öffentlichkeit erwartet zu Recht, dass auch hier ein Menschenleben immer wichtiger ist als ein zügiger  Verkehrsfluss.