Wochenkolumne zum Boom der Oktoberfeste in unseren Breiten

Wochenkolumne : Krachlederner Karneval im Herbst

Kaum ist der Herbst seit Montag auch kalendarisch bei uns eingezogen, hat er uns mit reichlich Regen und grauen Wolken die letzten Sommergefühle ausgetrieben. Die Natur wird’s freuen und alle diejenigen, die nichts draußen zu erledigen hatten in den vergangenen Tagen.

Und während in den Weinbergen an der Obermosel (und natürlich auch kurz hinter der Grenze an der Saar) die Weinlese läuft, können wir uns hier auf den ersten Oktoberfesten und sonstigen Festivitäten vergnügen. Auch wenn es etwas merkwürdig anmutet, wenn die Nachfahren der Saarfranzosen sich scharenweise ins Dirndl und die Lederhosen-Kombination werfen und einen auf bayrisch-krachlederne Lebensart machen: Die bajuwarisch geprägten Oktoberfeste sind im Aufwind, die Besucher lassen es nur zu gerne zu den Klängen von Stimmungsbands und Mallorca-Barden, die sich in der Nebensaison die Zeit zuhause vertreiben, krachen.

Ein bisschen kommt einem das mittlerweile vor wie Fastnacht im Herbst. Aber wie sagte schon der Alte Fritz: Es soll ein jeder nach seiner Façon selig werden.

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