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Weniger Polizei, mehr Einbrüche

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ARRAY(0xa0f5180) FOTO: Robby Lorenz
Unsere Woche. Christian Beckinger

Mit solch einer Resonanz hatten die Initiatoren wohl selbst nicht gerechnet: Als am vergangenen Samstag besorgte Anwohner des Gipsberges in Merzig zu einer Infoveranstaltung über Haus- und Wohnungseinbrüchen einluden, platzte das Vereinshaus förmlich aus allen Nähten. Ein Beleg, wie drängend das Problem aus Sicht der Betroffenen ist. Und auch die Polizei erwartet eine spürbare Zunahme der Einbruchsdelikte, war dort zu erfahren. Offenbar ist es also nicht allein das subjektive Empfinden der Betroffenen im größten Wohngebiet Merzigs, die sich in den zurückliegenden Monaten gleich mehrerer Serien von Einbrüchen ausgesetzt sahen. Und das Thema sorgt nicht nur auf dem Gipsberg für Verunsicherung. Überall im Kreis registrieren die Behörden steigende Fallzahlen. Wie es angesichts dieser Entwicklungen ins Bild passt, dass die Polizeipräsenz gerade im ländlichen Raum mittelfristig reduziert werden dürfte, darüber sollten sich die Verantwortlichen nochmal intensiv Gedanken machen. Für einige Dinge sollte in einem funktionierenden Staatswesen immer Geld genug da sein. Sicherheit und Ordnung gehören dazu. Wer hier spart, spart definitiv am falschen Ende.