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Was denken die Bürger dabei?

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ARRAY(0xfc313580) FOTO: Robby Lorenz
Eigentlich sollte man sich als Journalist darüber freuen, wenn sich Politiker öffentlich kappeln. Das gibt immer nette Schlagzeilen. Aber in dieser Woche war manche Politiker-Stellungnahme eher unerfreulich. Unter die Gürtellinie wird inzwischen in der Diskussion ob Kreuzung oder Ampel am Kaufland getreten. Das ging zum Teil haarscharf an der Beleidigung vorbei und hat in der Sache selbst nichts gebracht. Wolf Porz

Eigentlich sollte man sich als Journalist darüber freuen, wenn sich Politiker öffentlich kappeln. Das gibt immer nette Schlagzeilen. Aber in dieser Woche war manche Politiker-Stellungnahme eher unerfreulich. Unter die Gürtellinie wird inzwischen in der Diskussion ob Kreuzung oder Ampel am Kaufland getreten. Das ging zum Teil haarscharf an der Beleidigung vorbei und hat in der Sache selbst nichts gebracht.


Und dann kamen mal wieder raue Töne aus Mettlach. Dort will die Orscholzer SPD einen Antrag an den Gemeindeverband formulieren, die in die Kappelt-Imobilienaffäre verwickelten Genossen Rausch und Stritter aus der Partei auszuschließen. Prompt schießen die Mettlacher zurück, drohen, ähnliche Anträge für Orscholzer Genossen zu stellen. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, dümmliche Drohgebärden sind das. Was mag der Mettlacher Bürger ob solchen Kleinkriegs denken? Hat er nicht eben mit Mehrheit einen Orscholzer SPDler zum neuen Bürgermeister gewählt, der überdies im Wahlkampf versprochen hat, auf Distanz zu den Immobilien-Genossen zu gehen? Und nun müssen sich die Orscholzer beschimpfen lassen, sie würden augenscheinlich die Materie überhaupt nicht überblicken - ein vertrauensvoller Einstand für Daniel Kiefer.