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Kolumne Unsere Woche
Wähler sind des Wählens müde

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Sechzig Prozent – ist das die neue Messlatte in Sachen Wahlbeteiligung? Den Eindruck muss man gewinnen, wenn man sich die Bürgermeisterwahl in Weiskirchen am vergangenen Sonntag betrachtet. Denn es haben nur etwas mehr als 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Das waren gut 15 Prozent weniger als bei der letzten Bürgermeisterwahl in der Kurgemeinde. Rund 60 Prozent, das war auch bei den Wahlen in Beckingen und Mettlach die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang gewesen. Wobei sie bei den Stichwahlen, wie sie jetzt auch in Weiskirchen anstehen, nochmals absackte. In Perl hatte 2015 nur knapp die Hälfte der Wahlberechtigten abgestimmt. Mehr Demokratie durch Direktwahlen? Diese Rechnung scheint nicht aufzugehen. Und das stimmt auch nachdenklich, was die demokratische Legitimation der Wahlsieger angeht – sei es in Mettlach, Beckingen, Perl oder demnächst Weiskirchen.