Serie „Merzig in Marken“ - U : Der Heilige Rock in Merzig

Unbemerkt soll 1810 die Rückführung des Heiligen Rocks nach Trier erfolgen. Sicherheit hat höchste Priorität. Die Angst vor marodierenden französischen Truppen veranlasst 1794 die Trierer Kirchenleitung zum Abtransport der heiligen Reliquie in die Sicherheit des deutschen Hinterlandes.

Über zahlreiche Zwischenstationen gelangt die Tunika nach Augsburg. Mit Unterstützung Napoleons kann 1810 die Reliquie zurückgeholt werden. Der geheime Rücktransport bleibt ein solcher bis zu seiner Ankunft in der Saargegend. Ob aus Indiskretion oder im Bewusstsein der Sicherheit auf katholischem Terrain bleibt offen: Spätestens ab Wadgassen spricht sich die Nähe des Heiligen Rocks herum wie ein Lauffeuer.

Bei der Ankunft des Transports in Merzig drängen sich die Gläubigen, um einen Blick auf die Reliquie werfen zu können. Die ganze Nacht hindurch staunen und beten die Menschen vor dem in St. Peter ausgestellten Rock. Ein großer Wandfries im Ostchor der Pfarrkirche St. Peter hält dieses Ereignis bis heute fest.

Im Jahr 1959 gibt die Deutsche Bundespost eine Briefmarke zur Heilig-Rock-Ausstellung in Trier heraus.

In der Serie „Merzig in Marken“ hat der Briefmarkensammler Thomas Holkenbrink seiner Wahlheimat Merzig ein Denkmal gesetzt. Anhand des Alphabets erzählt er Geschichten über die Kreisstadt. Bebildert hat er diese kleinen und größeren Anekdoten jeweils mit einer dazu passenden Briefmarke aus seiner Sammlung.
Alle Teile der Serie „Merzig in Marken“, die bisher veröffentlicht wurden, finden sich zum Nachlesen auch im Internet:

www.saarbruecker-zeitung.de/merzig-in-marken