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Serie „Merzig in Marken“: O wie ohne Aufenthalt von Kaiser Wilhelm II.

Serie „Merzig in Marken“ - O : Ohne Aufenthalt: Kaiser Wilhelm II.

Ohne Zwischenaufenthalt fährt Kaiser Wilhelm II. in seinem Sonderzug durch das Tal der unteren Saar Richtung Saarbrücken. Es gilt auf der Brücke zwischen St. Johann und Saarbrücken das Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm I. einzuweihen.

Wir schreiben das Jahr 1904. Das Kaiserreich sieht sich unter Wilhelm II. auf dem Weg zur führenden europäischen Großmacht. Auf Kaiser Wilhelm I., den unfreiwilligen Kaiser von Versailles, wird diese Entwicklung rückbegründet. Das Gebiet an der Saar ist für das Reich von großer strategischer und industrieller Bedeutung gegenüber Frankreich. Ansonsten lebt man hier von Berlin weit weg. Zehn Jahre später fährt kein Kaiser mehr an Merzig vorbei, stattdessen fahren die jungen Männer in langen Zügen an die Front.

Eine nordkoreanische Briefmarke aus dem Jahr 1984 portraitiert diesen stets auf Wirkung abzielenden letzten deutschen Kaiser in einer seiner vielen Uniformen mit Ehrenabzeichen, Schärpe und Degen.

In der Serie „Merzig in Marken“ hat der Briefmarkensammler Thomas Holkenbrink seiner Wahlheimat Merzig ein Denkmal gesetzt. Anhand des Alphabets erzählt er Geschichten über die Kreisstadt. Bebildert hat er diese kleinen und größeren Anekdoten jeweils mit einer dazu passenden Briefmarke aus seiner Sammlung. Alle Teile der Serie „Merzig in Marken“, die bisher veröffentlicht wurden, finden sich zum Nachlesen auch im Internet:

www.saarbruecker-zeitung.de/merzig-in-marken