SZ-Aktion Mein Lieblingsplatz : Wundersame Waldidylle

SZ-Redakteur Christian Beckinger liebt die Idylle an der Odilienkapelle im Lücknerwald zwischen Wahlen und Oppen.

Foto: SZ/Robby Lorenz

Es ist ein Ort voller Ruhe und Idylle, ein Ort der Einkehr. Ein paar Schritte in den Wald hinein, und schon wähnt sich der Besucher in einer anderen Welt: Die nur ein paar 100 Meter entfernte, viel befahrene Landstraße zwischen Nunkirchen und Oppen verblasst zu einer fernen Ahnung. Der Motorenlärm der Fahrzeuge schwindet dahin und erinnert hier eher an Meeresrauschen. Statt dessen Natur pur: Die Vögel zwitschern, rundherum sattes Grün. Beruhigend plätschert das Wasser aus der Quelle unterhalb des Kapellchens, ehe es den weiter abwärts gelegenen Bach speist. Heilende Kräfte soll es der Legende nach besitzen, insbesondere Blinde wieder sehend machen – weswegen seit langem Menschen aus der ganzen Umgebung hierher pilgern, um sich die Augen zu waschen. Dass die von vielen Sagen umrankte, 1861 erbaute Kapelle vor 30 Jahren den verheerenden Orkan Wiebke nahezu unbeschadet überstand, obwohl rundherum der halbe Wald flach lag, hat den mystischen Status dieses Ortes erst recht verankert. Aber auch für die weniger Wundergläubigen ist es einfach ein schöner Platz zum Entspannen.