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Marienhaus GmbH hat im Hochwald viel Porzellan zerdeppert

Wochenkolumne zu Marienhaus und zum Gesundheitsministerium : Dollarzeichen in den Augen

Es ist erschütternd, wie die Marienhaus GmbH mit Patienten und Mitarbeitern umspringt. Klappt das mit dem Geldverdienen in einem Krankenhaus nicht, wie man sich das vorstellt, wird es wie im Falle Wadern dicht gemacht.

Bringt die Pandemie der Losheimer Klinik nicht genügend Corona-Patienten, verabschiedet sich der Krankenhausträger auch von dieser Einrichtung. Allerdings wird für die finanzielle Unterstützung des Bundes bis zuletzt die Hand aufgehalten. Nächstenliebe, wie der christliche Name suggerieren lässt, war gestern. Geld regiert die Welt, und dabei will man eifrig mitmachen.

Mit ihren Auftritten im Hochwald hat die Marienhaus GmbH viel Porzellan zerdeppert, doch auch das Gesundheitsministerium trägt eine Mitschuld an der Misere im nördlichen Saarland. Warum wird die Krankenhausträgerin nicht in die Schranken verwiesen? Es scheint einfacher zu sein, der Marienhaus Steuergeld nachzuwerfen, statt Tacheles zu reden. Klartext hätte sich auch die Lokalredaktion gewünscht, als sie am Mittwoch Fragen zum Thema stellte. Nicht nur, dass sie bis Freitag vertröstet wurde, die Antworten waren so banal wie die Aussage: „Es ist nass, wenn es regnet.“