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Kunst kaum zu optimieren

Unsere Woche. Eine Kultureinrichtung ist kein Unternehmen, sie ist auch kein Sportverein oder eine Verwaltung. Von daher mutet es merkwürdig an, wenn im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Museums Schloss Fellenberg von "Optimierung" gesprochen wird. Kunst und Kultur lassen sich nicht "optimieren". Kunst wird immer eine wenig massentaugliche Herausforderung sein, da sie eine spezielle Nische besetzt - und folglich auch nur ein Nischenpublikum anspricht. Wer nun Öffnungszeiten in bestimmten Phasen einschränkt, der optimiert nicht, sondern reduziert - und zwar die Attraktivität einer Einrichtung, weil man sie weniger zugänglich macht. Ob das langfristig deren Erhalt zu sichern hilft, darf bezweifelt werden. Es ist gewiss legitim, über inhaltliche Verbesserungen nachzudenken, wenn diese ganz offensichtlich von Nöten sind. Nur: So viele Besucher wird ein Museum wohl nie anziehen können, dass es sich kostenmäßig trägt. Kunst muss man sich leisten wollen. Christian Beckinger

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