Kommentar zur wilden Müllentsorgung in Perl Diese Riesenschweinerei ist für jeden eine Zumutung

Kein Unrechtsbewusstsein, pure Bequemlichkeit, Ignoranz oder eine Mischung aus allen drei Dingen? Egal, was da einige Zeitgenossen in der Gemeinde Perl bewegt, ihren Abfall in der freien Natur zu entsorgen, es ist alles andere als eine Heldentat.

Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz

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Foto: dpa/Thomas Banneyer

Im Gegenteil: Es ist eine Ordnungswidrigkeit, die der Natur großen Schaden zufügt und die Steuerzahler zusätzliches Geld kostet. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass Wiesen und Waldstücke zur Mülldeponie verkommen, nur weil ein paar Leute Zeit und Kilometer sparen wollen, und sich der Dinge, die sie los werden wollen, einfach am Rande der Dörfer zu entledigen. Es ist eine Zumutung – für diejenigen, die den Müll beseitigen müssen, für die Natur, die verhunzt wird, und für die Spaziergänger, die einen solchen Anblick ertragen müssen. Über die Plastikberge in den Ozeanen, verunreinigtes Wasser und Luftverschmutzung regen wir uns auf – mit gutem Recht. Denn das ist auch eine Riesenschweinerei. Aber Umweltverschmutzung fängt nicht erst hier an, sondern bereits im Kleinen, Privaten. Dazu zählt auch, Wald und Wiesen zur Müllkippe zu machen. Ich glaube, das Gejaule wäre groß, wenn in den Gärten jener Umweltverschmutzer Grünschnitt, Bauschutt oder sonstiger Abfall landen würde. Sie wären die ersten, die nach der Polizei schreien würden. „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu“ – das gilt auch auf öffentlichem Terrain.