Kolumne : Maranatha – ein mächtiges Codewort für Christen

Maranatha - dieses, für unsere Ohren seltsam klingende Wort, begegnet uns Jahr für Jahr in der Adventszeit wieder. In Gebeten, geistlichen Texten oder Meditationen, aber auch in einigen Adventsliedern taucht es immer mal wieder auf.

Maranatha ist ein Wort, das aus der aramäischen Sprache übernommen wurde, also der Sprache, die Jesus selbst gesprochen hat. Man könnte sagen, es ist so etwas wie eine Art Codewort, das vor allem von den ersten Christen in der Urkirche benutzt wurde. In der Bibel ist es bloß ein einziges Mal erwähnt, im 1. Korintherbrief.

Maranatha – das bedeutet so viel wie: „Unser Herr, komm!“ Damit kommt es einer Bitte gleich, in der zugleich eine tiefe Sehnsucht liegt. Vor allem aber drückt es die Erwartung der baldigen Ankunft des Menschensohnes Jesus Christus auf Erden aus.

Wenn wir heute dieses Lehnwort Maranatha verwenden, dann hat es für uns die Wirkung des Herbeirufens Jesu. Als Christen sind wir am vergangenen Sonntag eingetreten in die Adventszeit, eine Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest und der Erwartung.

Wer also heute dieses Codewort gebraucht oder zumindest seine Bedeutung kennt, der weiß, dass nicht Irgendetwas oder Irgendwer erwartet wird, sondern der Retter schlechthin: Jesus! Um ihn geht es im Advent, um seine Ankunft in unserem persönlichen Leben. Jahr für Jahr will der Retter auch in uns neu geboren werden.

Maranatha – das steht für die Sehnsucht der Christen nach all dem, wofür Jesus steht: Frieden, Gerechtigkeit, Wärme, Licht, menschliche Annahme, Wahrheit und Liebe. Auch wir können die Adventszeit geistlich betrachtet mit Sinn füllen, indem wir uns diese urchristliche Bitte zu eigen machen und unsere Sehnsucht hineinlegen.

Unser Herr, komm – Maranatha!