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Jugendliche aus Britten bauen einen Abenteuerspielplatz

Britten. Donnerstagabend um 17.07 Uhr ist der spannende Moment da. Zwölf Jugendliche aus Britten, Bergen und Hausbach, die im Sommer gefirmt werden, haben sich am Waldfestplatz in Britten zusammen mit Gemeindereferentin Johanna Mauch, Ortsvorsteher Günter Ludwig und ihren Firmkatechetinnen versammelt

Britten. Donnerstagabend um 17.07 Uhr ist der spannende Moment da. Zwölf Jugendliche aus Britten, Bergen und Hausbach, die im Sommer gefirmt werden, haben sich am Waldfestplatz in Britten zusammen mit Gemeindereferentin Johanna Mauch, Ortsvorsteher Günter Ludwig und ihren Firmkatechetinnen versammelt. Nach einem gemeinsamen Gebet und gemeinsamem Singen, das die Pfadfindergruppe Britten musikalisch umrahmt, ist es endlich soweit. Ein großer Briefumschlag wird geöffnet, und der bis dahin geheime Auftrag für die Firmlinge wird vorgestellt. Am Waldfestplatz in Britten soll ein Abenteuerspielplatz, idyllisch zwischen hohen Bäumen gelegen, entstehen. Zwei gewaltige Rutschen, ein Kletternetz und ein Schwebebalken sollen sicher aufgebaut werden. Außerdem muss eine Treppe ins Erdreich gebaut werden. Es soll gesägt, gegraben, gehämmert und betoniert werden. Ein wenig mulmig wird es den zwölf Firmlingen da schon. Wie soll man das in 72 Stunden alleine bewältigen? Also beschließen die neun Mädchen und drei Jungs, sich den Ort des Geschehens mal genauer anzusehen. Gleich wird klar, dass hier erst mal geräumt werden muss: Äste und Wurzelwerk liegen herum, einen kleinen Baum müsste man gar fällen. Aber auch die ersten Ideen kommen spontan und werden auch gleich notiert: Werkzeug, das gebraucht wird, wo die Rutschen hinkommen, wer vielleicht noch helfen könnte, wen man wegen der Materialien fragen könnte und, und, und. Einigkeit herrscht auch gleich darüber, dass am Sonntagnachmittag zum Abschluss dieser Aktion auf jeden Fall ein Fest steigen muss, auch hierfür muss wieder getrommelt werden, welche Mamas und Omas können Kuchen backen, ein Schwenker muss her. Die Liste wird recht lang, erste Aufträge werden verteilt, die Jugendlichen geraten in Eifer. Erste Äste werden aus dem Wald geschleppt, und gemeinsam wuchtet die Gruppe auch die großen Rutschen schon mal an ihren späteren Standort. Freitag nach der Schule wollen sich dann alle wieder treffen, diesmal in Arbeitskleidung, und dann geht's richtig los. Die Firmgruppe Britten freut sich am Wochenende über Unterstützung jeder Art, sei es Verpflegung, Werkzeug, Materialien oder fachkundige handwerkliche Hilfe. Wer einen Beitrag leisten möchte, soll bitte einfach auf den Waldfestplatz Britten kommen. Hier sind die jungen Leute das ganze Wochenende über von früh bis spät tätig. red


Hintergrund Katholische Jugendgruppen realisieren in 72 Stunden ein soziales, interkulturelles, ökologisches oder politisches Projekt und zeigen so Engagement, Kreativität und Einfallsreichtum. Vom Computerkurs im Altenheim übers neue Spielmobil bis hin zum umgestalteten Dorfplatz - in 72 Stunden sind ganz unterschiedliche Projekte umsetzbar. red