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Im Kreis Merzig-Wadern ist die Arbeitslosenquote im März leicht gesunken

Merzig-Wadern : Weniger Menschen im Kreis arbeitslos

Bedingt durch die Saison ist die Arbeitslosenquote im März leicht gesunken. Das besagen aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Merzig-Wadern ist im März leicht zurückgegangen. 2338 Menschen waren nach Angaben der Agentur für Arbeit insgesamt arbeitslos gemeldet, 144 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent, 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte in der Quote und um 51 Personen in der absoluten Zahl. Im Vergleich mit den weiteren Landkreisen des Saarlandes landet Merzig-Wadern auf dem zweiten Platz – nur in St. Wendel war die Arbeitslosenquote mit 3,4 Prozent niedriger.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März ist üblich und vor allem saisonbedingt“, beurteilt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die Entwicklung. „Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit wird in den nächsten Monaten die Vermittlung in Ausbildungsstellen sein. Aktuell sind bei uns deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende gemeldet. Deshalb lohnt sich für die Unternehmen auch ein Blick auf Jugendliche oder junge Erwachsene, deren Potenziale bisher noch nicht genutzt werden“, ergänzt Haßdenteufel.

Bei der Agentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im März bei 988, das waren 104 weniger als im Februar und sechs weniger als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 20 auf 106 im Vergleich zum Vormonat und erhöhte sich um drei zum Vorjahr. In der Altersgruppe „50 plus“ waren 477 Menschen arbeitslos gemeldet, 28 weniger als im Februar und zwölf mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter im Landkreis Merzig-Wadern ist die Arbeitslosigkeit im März ebenfalls gesunken (minus 40 auf 1350). Damit lag sie um 45 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren lag im März bei 97. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. 430 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um drei erhöht. 39,4 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im März 532. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um über zehn Prozent.

Die Unterbeschäftigung lag im Landkreis Merzig-Wadern im März mit 3411 Personen um 4,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 68,5 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen damit um weniger als ein Drittel entlastet. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im März deutlich gestiegen. Unternehmen der Region haben 212 Stellen zur Besetzung gemeldet, 32 mehr als im Februar, jedoch 20 weniger als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden 567 offene Stellen gemeldet, 122 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 894 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Die überwiegende Zahl der Jobangebote wurde in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch im Baugewerbe, im Gastgewerbe, im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Logistiksektor gab es zahlreiche offene Stellen.

Arbeitsmarkt MZG März Foto: SZ/Steffen, Michael

Jedes Jahr im März liegen die ersten Daten zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt vor. Landkreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 589 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 137 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 19,7 Prozent). Gleichzeitig haben 269 Bewerberinnen und Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen, 45 mehr als im Vorjahr (plus 20,1 Prozent). Aktuell bestünden gute Chancen für Jugendliche, eine Ausbildungsstelle zu bekommen, betont Haßdenteufel (siehe separater Text).