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Jugendliche
Ideen sammeln in den Zukunftswerkstätten

In den Zukunftswerkstätten brachten sich alle intensiv ein und erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten.
In den Zukunftswerkstätten brachten sich alle intensiv ein und erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten. FOTO: Landkreis Merzig-Wadern/Jugendamt
Merzig-Wadern. Jugendliche konnten beim Projekt „Jugendgerechte Kommune“ in den Dialog mit der Verwaltung treten. Ein guter Weg, wie man jetzt weiß. Von Johanna Ehrlich

(jeh) Ideen und Lösungsvorschläge schlugen Jugendliche in den Zukunftswerkstätten im Rahmen des Projektes „Jugendgerechte Kommune“ vor. Darüber informierte nun der Landkreis Merzig-Wadern.



Bereits im Sommer betreute das Jugendamt des Landkreises Merzig-Wadern dieses Projekt, bei dem mehrere Treffen in jeder Gemeinde organisiert wurden. Offen, ehrlich und konstruktiv sollte es sein, und nach Auswertung aller Treffen steht fest: Genauso war es, und es hat sich gelohnt. „Es hat uns sehr gefreut, dass sich motivierte Jugendliche im Rahmen der Zukunftswerkstätten kreisweit eingebracht haben. Wir konnten so viele Punkte mit den Verantwortlichen ansprechen und teilweise schon angehen. Es ist uns wichtig, mit solchen Projekten die Jugendlichen eigenverantwortlich einzubeziehen und den Kreis dadurch auf lange Sicht zu einem für die jungen Leute lebenswerten Ort zu machen“, sagte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Die meiste Aufmerksamkeit erregten dabei Themen wie zu wenig Räume und Plätze, an denen sich die Jugendlichen aufhalten können in ihrer Freizeit. Generell gäbe es zu wenig Freizeitangebote, schlechte Verkehrsverbindungen zur nächsten Freizeitmöglichkeit, zu wenig Veranstaltungen für junge Leute und einiges mehr. Thematisiert wurde in einigen Kommunen auch das Zusammenleben mit den Erwachsenen im Ort.

Von den Jugendlichen wurde das Projekt positiv bewertet, da sie so die Möglichkeit haben, sich einzubringen, direkt mit den Verantwortlichen zu diskutieren und Kritik üben zu können. Durch diesen Beteiligungsprozess sind die jungen Leute in Entscheidungen eingebunden und fühlten sich ernst genommen, mit ihren Anliegen und Wünschen gehört zu werden. In nahezu allen Orten sind projektorientierte Nachtreffen geplant oder wurden bereits durchgeführt, da zu viele Dinge noch nicht abschließend angesprochen und diskutiert werden konnten.

Insgesamt waren bei den sieben Treffen 66 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 9 und 28 Jahren, die Bürgermeister sowie die Jugendpflegerinnen als Mitarbeiterinnen des Jugendamtes mit dabei.

Die Zukunftswerkstätten wurden finanziert durch das Kreisjugendamt Merzig-Wadern sowie durch Projektmittel des Moduls „Jung und innovativ“ des EU-Förderprogramms LEADER, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Dieses Vorhaben „Ist-Stand-Analyse jugendlicher Lebenswelten“ wird nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014 bis 2020 im Rahmen der LEADER-Strategie der Region Merzig-Wadern aus Mitteln der Europäischen Union 75 Prozent und des Saarlandes gefördert.