Arbeitsmarkt: Herbst bringt Bewegung in den Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt : Herbst bringt Bewegung in den Arbeitsmarkt

Mit dem Einsetzen der Herbstbelebung verringert sich die Arbeitslosigkeit. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. Das teilte ein Behördensprecher mit.

(red) Mit der einsetzenden Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit wieder verringert. 2.484 Frauen und Männer waren im September arbeitslos gemeldet, 140 weniger als im August und 380 weniger als vor einem Jahr (minus 13,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im September bei 4,5 Prozent, das waren 0,8 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

„Mit dem Begriff Stabilität lässt sich die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes treffend be-schreiben“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Ar-beit Saarland. „Durch die einsetzende Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit im September verringert. Nach dem Ende der Sommerpause ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräf-ten weiter gestiegen. Besonders Jüngere haben profitiert. Viele konnten schon kurze Zeit nach Ab-schluss ihrer Ausbildung wieder in eine neue Beschäftigung starten“, so der Agenturchef.

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in September um rund 90 auf 944 gesunken und lag leicht über dem Vorjahreswert (plus 10)*. Mit 530 Personen waren mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen männlich. Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit gegenüber August spürbar um 40 auf 130 zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50Plus hat sich ebenfalls verringert und lag mit knapp 410 um 18 niedriger als im August um 10 niedriger als vor einem Jahr. Hinweis: Beim Vergleich des Arbeitslosenbestandes mit dem Vorjahresmonat ist zu beachten, dass Menschen, die zeitgleich Arbeitslosengeld von Agentur und Jobcenter beziehen, seit Beginn dieses Jahres ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt werden und nicht mehr im Bereich der Grundsicherung.

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises Merzig-Wadern ist im September um 53 auf 1.540 Personen gesunken und lag damit um 390 unter dem Vorjahreswert (minus 20,1 Prozent)*. Mit 840 Personen war mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen männlich. Die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren hat sich gegenüber August nur geringfügig um 12 auf 122 verringert. 460 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren in der Altersgruppe 50Plus.

Dies entspricht einem Anteil von fast 30 Prozent an allen Arbeitslosen. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit rund 690 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 44,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 16,1 Prozent. Aktuell sind 400 Ausländer arbeitslos gemeldet, 28,4 Prozent weniger als im September 2016. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrug 25,8 Prozent. Hinweis: Beim Vergleich des Arbeitslosenbestandes mit dem Vorjahresmonat ist zu beachten, dass Menschen, die zeitgleich Arbeitslosengeld von Agentur und Jobcenter beziehen, seit Beginn dieses Jahres ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt werden und nicht mehr im Bereich der Grundsicherung. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag die Unterbeschäftigung im September bei 2.560 Personen (minus 1,0 Prozent zum Vorjahr). In die Unterbeschäftigung werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

Im September mussten auch im Kreis Merzig-Wadern weniger Menschen zur Agentur für Arbeit. Foto: dpa/Peter Kneffel

Insgesamt haben Unternehmen der Region dem Arbeitgeberservice 400 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, 230 mehr als im August und 170 mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind noch fast 800 offene Stellen zu besetzen. Besonders gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Kunststoff- und Holzherstellung und –verarbeitung, Metallerzeugung und –bearbeitung, Verkehr, Logistik und Fahrzeugführung, Verkauf, Tourismus und Gastgewerbe sowie medizinische und Nichtmedizinische Gesundheitsberufen.