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Modernisierung
Gesundes Essen, neueste Küchentechnik

Beste Bedingungen findet nach der gut zwölfmonatigen und rund 500 000 Euro teuren Renovierung der Küche im Krankenhaus St. Franziskus Saarburg das Küchenteam vor.
Beste Bedingungen findet nach der gut zwölfmonatigen und rund 500 000 Euro teuren Renovierung der Küche im Krankenhaus St. Franziskus Saarburg das Küchenteam vor. FOTO: Detlef Hans Franke
Saarburg. In einjähriger Umbauzeit hat das Krankenhaus St. Franziskus Saarburg seine Küche auf den neuesten Stand gebracht. Damit gesund und auf den Punkt genau gekocht werden kann, wurden 500 000 Euro investiert.

Im September vergangenen Jahres begann der Umbau der Küche im Saarburger Krankenhaus (die SZ berichtete damals). Herzstück der Modernisierung sind neue Kocheinheiten, ein neuer Spülbereich, neue Transportwagen und neues Geschirr. Außerdem wurden hunderte Meter neuer Kabel verlegt. Ganz aktuell wurde diese Woche ein neues Bio-Recycling-System von Speiseresten in Betrieb genommen. Das innovative System wandelt Speisereste in homogene Biomasse um. Sie wird in einen Spezialtank gepumpt und umweltfreundlich entsorgt. Die Lagerung in einer Tonne sowie das Leeren und Säubern entfällt. Auch das spart Zeit und Geld. „Mit der Sanierung der Küche steigern wir die Qualität und optimieren die Produktionsabläufe in unserem Hause. So können wir unsere Patienten noch besser versorgen und das Essen kommt heiß auf den Tisch“, erklärt Irene Schuster, Pflegedirektorin des Kreiskrankenhauses.


Die Umbauten sind bis auf Kachelarbeiten weitgehend abgeschlossen. Gearbeitet wird derzeit auch noch an einem neuen elektronischen Bestellsystem für die Mahlzeiten. Wenn in Kürze das lokale Funknetz W-Lan installiert ist können die Patienten ganz bequem vom Zimmer aus ihr gewünschtes Menü online bestellen und müssen dafür nicht einmal das Bett verlassen. Die Küche versorgt aber nicht nur die bis zu 189 stationären und 20 teilstationären Patienten des Krankenhauses sowie die bis zu 95 Bewohner des Seniorenzentrums und weitere 23 Menschen in der Kurzzeitpflege und in Tagespflegeplätzen.

Zusätzlich werden in der Krankenhausküche täglich Mittagessen für Mitarbeiter, Gäste und externe Kunden wie Kitas und Schulen zubereitet. Insgesamt sind dies jährlich allein mittags rund 211 400 Mahlzeiten. Die Arbeitsbedingungen für das Küchenpersonal wurden unter anderem durch kürzere Wege deutlich verbessert. Allerdings: „Für unsere 27 Mitarbeiter in der Küche waren die vergangenen zwölf Monate wegen der Sanierung im laufenden Betrieb nicht leicht. Dass alles so gut geklappt hat, ist auch den Mitarbeitern zu verdanken, die teils in Doppelschichten den Umbau unterstützten“, so Irene Schuster weiter.



Doch auch nach dem Umbau der Küche hält das Krankenhaus an Bewährtem fest. So gelten die drei Prinzipien Frische, Regionalität und saisonale Lebensmittel auch weiterhin. „Aus unserer Sicht ist frisches Essen ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheit. Deshalb wird das Haus auch täglich mit frischen, saisonalen Lebensmitteln versorgt, hauptsächlich von Lieferanten aus der Umgebung“, so die Pflegedirektorin und ergänzt: „Die Küche in einem Krankenhaus muss nicht nur sicherstellen, dass Patienten und Mitarbeiter termingerecht, ausreichend und ausgewogen verpflegt werden. Bei vielen Patienten ist mit der Ernährung auch ein therapeutisches Ziel verbunden – mal ganz konkret, indem Diätpläne eingehalten werden müssen, mal aber auch nur indirekt, indem wohlschmeckendes Essen das Wohlbefinden steigert. Auch das wirkt sich positiv auf den Genesungsprozess aus,“ so Schuster. Ab Mitte September werde deshalb eine Diät-Assistentin Küche und Patienten bei Menüplänen und  Auswahl der Speisen beraten.