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Serie Merzig-Wadern rockt
Es bleibt der Spaß an der Musik

Die Band To Be Continued übt im eigenen Proberaum mit Kneipen-Charakter.
Die Band To Be Continued übt im eigenen Proberaum mit Kneipen-Charakter. FOTO: Band/privat
Losheim. Seit 2007 sorgen To be Continued aus Merzig bei ihren Konzerten mit ihrem knackigen Rock-Sound für gute Laune.

Der erste Blickfang in dem großen Raum ist die große Theke im hinteren Teil des Saals. Mit ihren Spirituosen, gemütlichen Barhockern und einer Bier-Zapfanlage lädt sie zum Feiern ein. Ein großes Holzfass und Stehtische, sogar mit Sonnenschirmen, sorgen für zusätzliche Stehplätze. Auch erwähnenswert ist die riesengroße Couch und der dazugehörige Sessel in der linken Ecke, direkt vor einem Strand-Poster, das die komplette Wand bedeckt. Hinter der Bühne findet sich ein solches wieder. Darüber an der Decke zwei Kronleuchter nebst Disco-Kugel. Für Unterhaltung sorgen ein Billardtisch und ein Tischkicker. Der Boden ist mit Teppichen ausgelegt. Die zahlreichen Instrumente auf der Bühne und ein selbstgemaltes, jedoch professionelles Band-Poster lassen keine Zweifel offen: Hier wird geprobt - und zwar von To Be Continued.


Michael Poth ist der Sänger der Gruppe. Doch diese Aufgabe war am Anfang nicht ganz einfach für den 29-Jährigen aus Losheim. Er musste seine Stimme trainieren, um so gut zu werden wie er heute ist. „Das war ein ganzes Stück Arbeit“, zieht ihn Thomas Schuler, der Inhaber des riesigen kneipenähnlichen Proberaums, auf. Er ist auch Gitarrist der Band, 41 Jahre alt und wohnt ebenfalls in Losheim. „Jetzt haut er uns umso öfter vom Hocker mit seiner Stimme“, sagt Bernd Clarenbach aus Saarbrücken. Der Bassist ist mit seinen 61 Jahren das älteste und erfahrenste Bandmitglied. Den Takt gibt er gemeinsam mit dem 40-jährigen Schlagzeuger Patrick Kienle aus Weiskirchen an. Das jüngste Bandmitglied ist Sebastian Clasen. Der Gitarrist ist 27 Jahre alt, aber an seinem Instrument macht ihm keiner was vor. Im Jahr 2007 hatten sie als „To Be Continued“ ihre ersten Auftritte, verteilt über mehrere Schauplätze in ihrem Heimatstandort Losheim am See auf der Kirmes und in den örtlichen Gaststätten. 2008 ging es dann schon über die Ortsgrenze hinaus, nach Brotdorf, Reimsbach, Waldhölzbach und Rappweiler. Andere Stationen waren das Festival „Bachem rockt“ oder das Motorrad-Treffen am Losheimer Stausee-Brauhaus. Sogar außer Landes spielten sie, so in Waldwisse in Frankreich oder in Luxemburg an der Universität und im Blockhaus in Wasserliesch. Im November der Jahre 2008 und 2009 nutzten sie darüber hinaus ihren Proberaum für öffentliche Gigs, was direkt positiven Anklang fand.

„Space Lord Mother Mother“ klingt es aus Michaels Kehle, als er zum Refrain des ersten Liedes ansetzt. Es ist „Space Lord“ von Monster Magnet, einer ihrer „Warmmacher“, wie sie vorab klarstellten. Danach spielen sie, ebenfalls noch zum Warmwerden, „Brown Sugar“ von den Rolling Stones.



Daneben umfasst ihr Repertoire Rock-Klassiker wie „Smoke On The Water“ von Deep Purple, oder die legendären Songs von Guns‘n‘Roses, Nirvana, ZZ Top und den Dire Straits. Aktuelle Gruppen, die sie covern, sind zum Beispiel die Kings Of Leon, Drop Kick Murphys, Blink 182, Volbeat oder auch die Toten Hosen. Immer mehr integrieren sie Metal- und Hardcore-Songs in ihre Setlisten, die sich früher ausschließlich auf Klassik-Rock beschränkt haben. „Wichtig ist uns nur, dass die Zuschauer Spaß an den Liedern haben“, sagt Thomas, der von Anfang an dabei war.

Dass es ihnen vor allem um den Spaß geht, zeigt auch die Gründungs-Geschichte von „To Be Continued“. Die beiden Freunde Dominik Oswald und Thomas Schuler haben am Fetten Donnerstag 2007 zu tief ins Glas geschaut und beschließen kurzerhand, eine Coverband zu gründen. Sie starten sofort mit der ersten Probe und setzen eine nächste für den darauffolgenden Donnerstag an. „Damals gab es nur uns beide und einen CD-Player“, erinnert sich Band-Mitbegründer Thomas schmunzelnd.

Schon drei Monate später schließen sich Michael Poth und Christian Andres dem Zweier-Gespann an. „Man kannte sich so aus Losheim und wir alle hatten Lust, zusammen Musik zu machen“, sagt Michael rückblickend. Im März 2009 begann Christian ein Studium und stieg aus. Bevor er ging, schaltete er noch eine Annonce bei der „Six-and-Four“-Band-Börse, worauf sich Bassist Bernd Clarenbach meldete. Sebastian Clasen wiederum hatte denselben Gitarren-Lehrer wie Thomas und geriet so im Jahr 2010 an die Gruppe.

Die letzte Veränderung in der Band gab es im April 2016, als Dominik Oswald die Band verließ und Patrick Kienle dafür einsprang. „So soll es jetzt auch bleiben“, sagt Thomas Schuler. „Aber wir suchen zurzeit einen Keyboarder, also wird sicher eine Fortsetzung dieser Bandgeschichte folgen“, fügt Michael lachend hinzu.

Die Band To Be Continued. Foto: Band
Die Band To Be Continued. Foto: Band FOTO: privat/Band