Einlochen mit dem Fuß

Beckingen. Fußballgolf? Soll hier etwa ein Golfball mit dem Fuß gespielt werden? Oder gar ein Fußball mit einem Golfschläger? Weit gefehlt! Fußballgolf ist eine neue Trendsportart, die aus Schweden, mittlerweile bis nach Deutschland übergeschwappt ist. Dort existieren bereits 40 solcher Anlagen bei weitaus weniger fußballbegeisterten Einwohnern als in Deutschland

Beckingen. Fußballgolf? Soll hier etwa ein Golfball mit dem Fuß gespielt werden? Oder gar ein Fußball mit einem Golfschläger? Weit gefehlt! Fußballgolf ist eine neue Trendsportart, die aus Schweden, mittlerweile bis nach Deutschland übergeschwappt ist. Dort existieren bereits 40 solcher Anlagen bei weitaus weniger fußballbegeisterten Einwohnern als in Deutschland. Die bundesweit erste Anlage wurde 2006 in der Nähe von Mannheim installiert. Mittlerweile existieren in Deutschland zwei weitere Anlagen in Bayern und in Norddeutschland. Das Spiel ist eine Mischung zwischen Fußball und Golf, wobei die Beine des Spielers als "Schläger" fungieren und ein herkömmlicher Fußball am Ende einer Spielbahn eingelocht werden muss. Die Anlage ist insgesamt rund 50 000 Quadratmeter groß. Man muss insgesamt 18 Bahnen bespielen, die mit verschiedenen Hindernissen bestückt sind. Nicht die Härte eines Schusses ist dabei gefragt, sondern vielmehr Technik und Feingefühl, um den Ball mit so wenig Schüssen wie möglich am Ende der Bahn einzulochen. Wie beim Golf gibt es auch bei der Fußballvariante eine Par-Angabe. Für die Anlage in Beckingen liegt sie bei 72. Alex Kober, derzeit amtierender deutscher Meister, wird die Anlage in Beckingen bauen und betreiben. Initiator war der Beckinger Bernd Hessel, der Fußballgolf im vergangenen Jahr kennenlernte und davon sofort begeistert war. Hessel: "Im Februar letzten Jahres plante ich als damaliger Trainer einer Fußballjugendmannschaft eine Fahrt und stieß auf der Internetseite von Speyer auf einen Link, der zu der Fußballgolfanlage in Dirmstein führte. Ich hatte von dieser Sportart noch nie gehört und fand die Idee und das Spiel so toll, dass ich mir in den Kopf setzte, so eine touristische Attraktion ins Saarland zu holen. Letztendlich fand ich dann nach langer Suche sogar in meiner Heimatgemeinde Beckingen ein geeignetes Grundstück und in Herrn Kober den Betreiber dieser zukünftigen Anlage." Nachdem das Genehmigungsverfahren beendet ist, soll in Kürze mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Die Eröffnung ist rechtzeitig vor Beginn der Damen-WM in Deutschland für das Frühjahr 2011 vorgesehen. Ein Beachvolleyballfeld und eine Beachsocceranlage sind ebenfalls in Planung. Die Anlage in Beckingen wird so konzipiert, dass der Spieler rund zwei Stunden an der frischen Luft verbringt. red