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Ein Jahr voller Umbrüche geht zu Ende

Ein Jahr voller Umbrüche geht zu Ende

Merzig-Wadern. Dass sich Umbrüche vollziehen, ist nicht weiter verwunderlich in einem Jahr, in dem bei gleich drei Wahlen die Machtverhältnisse von der lokalen bis hinauf auf die Bundesebene neu bestimmt worden sind. Für unseren Kreis von besonderer Bedeutung war die Kommunalwahl im Juni

Merzig-Wadern. Dass sich Umbrüche vollziehen, ist nicht weiter verwunderlich in einem Jahr, in dem bei gleich drei Wahlen die Machtverhältnisse von der lokalen bis hinauf auf die Bundesebene neu bestimmt worden sind. Für unseren Kreis von besonderer Bedeutung war die Kommunalwahl im Juni. Sie zeigte schon den Trend an, der sich bei der Landtagswahl wenige Wochen später bestätigen sollte: Die "kleinen" Parteien wie FDP, Grüne, Freie Wähler und vor allem die Linkspartei konnten zu Lasten der beiden "großen" Parteien SPD und CDU kräftig zulegen und schafften mit ihren Kandidaten auf breiter Front den Einzug in die Gemeinde- und Stadträte sowie den Kreistag. In gleich fünf Gemeinden im Kreis gibt es kein festes Mehrheitsbündnis, wechselnde Mehrheiten sind dort an der Tagesordnung. Kommunalpolitik verspricht unter diesen Vorzeichen wieder richtig spannend zu werden.Spannend, aber eher im negativen Sinn, ging es auch in der Wirtschaft unserer Region zu. Vor allem die großen Arbeitgeber wurden im vergangenen Jahr von der weltweiten Konjunkturkrise gebeutelt und versuchten mit Sparprogrammen und Stellenstreichungen ihre Existenz zu sichern. Ob dies gelingen wird, war am Ende dieses Jahres noch nicht abzusehen.Trotz aller ökonomischen Unsicherheiten wird im Kreis aber auch kräftig investiert - nicht zuletzt dank des vom Bund aufgelegten Konjunkturprogramms. Dies trägt dazu bei, dass überall im Kreis Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude in Schuss gebracht werden. Auch private Investitionen im großen Stil soll es geben. Für Wirbel sorgten einige Projekte, die mit der Nutzung erneuerbarer Energien zu tun haben: Ob die Bio-Erdgasanlage nahe Fitten, das geplante Nahwärmenetz "Dorfheizung" in Britten oder der Windpark auf dem Merchinger Berg - sie stießen nicht bei jedem auf ungeteilte Zustimmung. red