Arbeitsmarktbericht: „Die Situation am Ausbildungsmarkt ist so gut wie selten zuvor“

Arbeitsmarktbericht : „Die Situation am Ausbildungsmarkt ist so gut wie selten zuvor“

Die „Assistierte Ausbildung“ (AsA) bietet jobsuchenden Jugendlichen eine besondere individuelle Unterstützung an.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag nach Angaben der Agentur für Arbeit im Juli mit 203 Neumeldungen auf Vormonatsniveau. Seit Jahresbeginn wurden über 1500 Stellen gemeldet, 9,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Stellenbestand blieb mit 880 Jobangeboten weiterhin hoch (plus 19 Prozent zum Vorjahr). Die überwiegende Zahl der Jobangebote war in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Baugewerbe, im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.

Im Landkreis Merzig-Wadern wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 540 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 340 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im Juli waren noch 210 Stellen unbesetzt und 80 Jugendliche unversorgt.

Mancher Betrieb wird angesichts rückläufiger Schülerzahlen womöglich leer ausgehen. Daher rät Haßdenteufel, bei dem einen oder anderen Bewerber genauer hinzuschauen und nach Lösungen für tatsächliche oder vermeintliche Probleme zu suchen. „Manche Jugendliche sind einfach schulmüde. Oftmals wird aus einem mäßigen Schüler von selbst ein engagierter Mitarbeiter, wenn er die Chance erhält, seine Fähigkeiten und sein Talent in einem Beruf, der zur ihm passt, unter Beweis zu stellen.“

Aber selbst dort, wo es tatsächlich hakt, gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Haßdenteufel weist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die „Assistierte Ausbildung“ (AsA) hin. Jugendliche werden bereits vor Beginn der Ausbildung unterstützt und, falls nötig, bis zum Abschluss professionell begleitet. Die einzelnen Hilfsangebote seien breit gefächert und reichten vom Förderunterricht über die Beratung des Betriebes in Ausbildungsfragen bis zur sozialpädagogischen Betreuung. Was nötig ist, um eine Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, wird in jedem Einzelfall individuell umgesetzt.

Aber auch junge Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder vielleicht nicht einmal danach gesucht haben, weil sie sich kaum Chancen auf Erfolg ausrechnen, möchte Agentur-Chef Haßdenteufel ermutigen: „Die Situation am Ausbildungsmarkt ist so gut wie selten zuvor. Gerade wenn es schwierig ist, sollten Jugendliche unbedingt auf die Unterstützungsangebote der Berufsberatung zurückgreifen. Gemeinsam können wir einen Weg in die berufliche Zukunft finden.“

Jugendliche und deren Eltern, die sich von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Saarland bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen lassen möchten, können über die kostenlose Servicenummer (0800) 4  55  55  00 Kontakt aufnehmen. Unternehmen, die ausbilden möchten oder sich für AsA interessieren, können sich an den Arbeitgeberservice oder an die kostenlose Servicehotline (0800) 4  55  55  20 wenden.