Wolfsparkleiterin Tatjana Schneider Werner Freunds Nachfolgerin: „Man braucht das Tier nicht zu verteufeln, aber auch nicht vergöttern“

Merzig · In Merzig wird seit Jahrzehnten das Verhalten von Wölfen analysiert. Wolfspark-Chefin Tatjana Schneider sieht sich als „Sprachrohr“ der Tiere. Bei einem Besuch im Park hat sie uns erzählt, wie sie die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland einschätzt und inwiefern sie sich in ihrer Arbeit von Werner Freund unterscheidet.

Tatjana Schneider schmust mit dem 23 Monate alten Polarwolf-Weibchen Yuki im Gehege des Merziger Wolfsparks.

Tatjana Schneider schmust mit dem 23 Monate alten Polarwolf-Weibchen Yuki im Gehege des Merziger Wolfsparks.

Foto: Britz Heiko/Heiko Britz

Tatjana Schneider öffnet die Tür zum Holzhaus am Merziger Kammerforst freundlich lächelnd. Eine Schramme auf der rechten Wange fällt ins Auge, ein Pflaster an der Hand. Berufsrisiko für die Leiterin des Wolfsparkes, aber eines, das sie gerne in Kauf nimmt. Für ihre Wölfe ist die Niederländerin rund um die Uhr da, mit Haut und Haaren – oder wie sie in ihren Worten sagen würde: „Mit allem Drauf und dran.“