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Dehoga-Präsidium bei der Weinlese

Auch eine Weinprobe gehörte zum Programm. Foto: Rolf Ruppenthal
Auch eine Weinprobe gehörte zum Programm. Foto: Rolf Ruppenthal
Perl. Um ein Zeichen zu setzen, traf sich das Dehoga-Präsidium in Perl, um sich an der Weinlese zu beteiligen. Im Sehndorfer Marienberg erntete man zusammen mit Ralf und Brigitte Petgen vom Weingut Ökonomierat Petgen-Dahm einen kompletten Traktor-Anhänger vollreifer Auxerrois-Trauben

Perl. Um ein Zeichen zu setzen, traf sich das Dehoga-Präsidium in Perl, um sich an der Weinlese zu beteiligen. Im Sehndorfer Marienberg erntete man zusammen mit Ralf und Brigitte Petgen vom Weingut Ökonomierat Petgen-Dahm einen kompletten Traktor-Anhänger vollreifer Auxerrois-Trauben. Bei strahlenden Sonnenschein strahlte auch Winzer Ralf Petgen über das ganze Gesicht, als er mit den Refraktometer den Zuckergehalt maß: "Über 100 Öchsle und super-gesunde Trauben", freute sich der Winzer, denn dieses Jahr verspricht wieder eine hervorragende Qualität. Dehoga-Chefin Gudrun Pink und ihre Präsidiums-Mitglieder waren beim Ernte-Einsatz im Sehndorfer Marienberg mit Feuereifer bei der Sache, sind sie doch seit langem bekennende Liebhaber des saarländischen Obermoselweins. Nach der erfolgreichen Lese demonstrierte Michael Buchna vom Hotel-Restaurant "Saarschleife" aus Orscholz seine Vorstellungen von hoher Qualität. Er zauberte ein echt saarländisches Mittagsmenü - "Hoorische" in Specksauce mit Spanferkel und heimischen Gemüse - auf den Tisch und ließ seine Gastronomie-Kollegen vor Verzückung "mit den Augen rollen" - und das, obwohl er sich selbst aktiv mit in die Lese eingebracht hatte. Ralf Petgen nutzte die Gelegenheit, seinen Gästen aus der Gastronomie am Beispiel ihrer frisch gelesenen Weintrauben den gesamten Produktionsablauf näher vorzustellen. Und eine kleine Weinprobe durfte auch nicht fehlen: Aus dem Holzfass heraus kredenzte er Gudrun Pink und ihren Mitstreitern einen Grauburgunder barrique, wie ihn die wenigsten bislang genießen durften. Und als Krönung des Tages präsentierte Ralf Petgen seinen Gästen nicht nur einen vorzüglichen Eiswein, sondern auch seinen Spitzen-Riesling von der Ayler Kupp, einen Dessertwein erster Güte. Ralf Petgen betreibt als einziger saarländischer Winzer einen Wingert an der Saar - quasi, um als besonderes Hobby einen Ausnahme-Riesling produzieren zu können.Pink und ihre Dehoga-Mitstreiter waren begeistert und werden in Zukunft als "Überzeugungstäter" den saarländischen Wein von Obermosel in ihren Betrieben empfehlen. "Diese sind inzwischen so gut", betonte Petgen, "dass wir keinerlei nationale wie internationale Konkurrenz zu fürchten brauchen". rup