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CDU-Experten plädieren für teilstationäre Klinik am Standort Wadern

Debatte um Nordsaarland-Klinik : CDU will teilstationäre Klinik für Wadern

Den Krankenhaus-Plänen eines privaten Trägers erteilt die Landtagsfraktion eine klare Absage.

In der Debatte um eine Nordsaarland-Klinik und den Standort Wadern meldet sich jetzt Alwin Theobald, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, mit einem neuen Vorschlag zu Wort. Er geht davon aus, dass diese „tragfähige Lösung“ von seiner Fraktion mitgetragen wird. Der CDU-Vorschlag trägt die Handschrift von Alfons Vogtel, ehemaliger Landtagsvizepräsident und langjähriger Geschäftsführer der Saarland Heilstätten GmbH (SHG). Er ist sich mit Theobald einig: „Die Versorgung im Nordsaarland und auch im mittleren Saarland muss garantiert werden.“ Eine deutliche Absage formuliert das CDU-Duo an eine neue, mit großer Unterstützung des Steuerzahlers finanzierte Klinik des privaten Schweizer Trägers Ameos in Wadern. Theobald: „Ich kenne niemanden in der CDU-Fraktion und im Landtag, der von einer privaten Klinik begeistert ist.“

Der gesundheitspolitlische Sprecher der Fraktion geht allerdings davon aus, dass der Vorschlag einer „teilstationären Klinik mit bis zu 50 Betten“, unter anderem für geriatrische Patienten, auf große und positive Resonanz stößt. Vogtel, ehemaliger Vorsitzender der saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG), spricht von einem „intersektoralen Gesundheitszentrum“. Dafür sollen die Träger der regionalen Kliniken in der Nachbarschaft, also die CTT für das Lebacher Krankenhaus, die Marienhaus GmbH für die Kliniken in Losheim und St. Wendel sowie die SHG für die Kliniken in Merzig und Völklingen, in die gemeinsame Verantwortung genommen werden. Sie könnten das Patientenspektrum mit ihren jeweiligen Fachabteilungen und Disziplinen fast komplett abdecken.

Die regionalen Klinikträger sollen nach dem Modell in Wadern dafür Sorge tragen, dass die fachärztliche Versorgung mit niedergelassenen Medizinern und Fachärzten aus den Ambulanzen der benachbarten Kliniken gesichert wird. Vogtel regt auch an, dass in dieses Gesundheits- und Versorgungszentrum auch Patienten „mit weit verbreiteten Volkskrankheiten“ zur Erstbehandlung kommen können, ohne dass es einer Fachklinik bedarf. Dies schließt kleinere Operationen mit kurzem stationären Aufenthalt nach dem Eingriff ein.

Alwin Theobald, CDU-Abgeordneter im saarländischen Landtag Foto: CDU-Landtagsfraktion

Vogtel und Theobald gehen davon aus, dass die regionalen Klinikträger die Herausforderung am Standort Wadern gemeinsam meistern können. Vogtel wörtlich: „Die Verantwortlichen müssten sie dazu nur auffordern.“