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CDU: Bürgermeister soll korrekt informieren

Perl. Die Vorwürfe von Perls Bürgermeister Bruno Schmitt (SPD) an den zeitgleichen Bauarbeiten am Pellinger Tunnel auf der A 8 sowie an der Moselbrücke kritisiert CDU-Gemeinderatsmitglied Eric Schmohl scharf. Der Kommunalpolitiker aus Oberperl wirft dem Verwaltungschef vor, dass er sich binnen weniger Tage widerspreche. Als Beweis führt Schmohl Äußerungen von Schmitt an: In der SZ am 5 Von SZ-Redakteurin Margit Stark

Perl. Die Vorwürfe von Perls Bürgermeister Bruno Schmitt (SPD) an den zeitgleichen Bauarbeiten am Pellinger Tunnel auf der A 8 sowie an der Moselbrücke kritisiert CDU-Gemeinderatsmitglied Eric Schmohl scharf. Der Kommunalpolitiker aus Oberperl wirft dem Verwaltungschef vor, dass er sich binnen weniger Tage widerspreche. Als Beweis führt Schmohl Äußerungen von Schmitt an: In der SZ am 5. Mai habe Schmitt zu Protokoll gegeben, mit der Gemeinde sei weder im Vorfeld der anstehenden Tunnelarbeiten gesprochen worden, noch habe die Verwaltung eine Mitteilung über die anstehende Sperrung erhalten. "Wir haben daraus aus der Zeitung erfahren", zitiert der Christdemokrat die Aussage des Bürgermeisters. Am 14. Mai meinte Schmitt zum gleichen Thema: Mehrmals habe er bei Besprechungen mit dem LfS wegen der Brückenschließung zwischen Nennig und Remich gebeten, die Arbeiten im Tunnel zu verschieben, beziehungsweise auf die Schließung der beiden Tunnelröhren zu verzichten. "Das passt überhaupt nicht zusammen", kritisiert Schmohl. Das CDU-Gemeinderatsmitglied vermutet, dass "der Bürgermeister sehr genau über die Absichten des LfS Bescheid wusste, auch wenn dazu vielleicht keine offizielle, schriftliche Korrespondenz geführt wurde". Für den Christdemokraten ist dies keine vertrauenswürdige Kommunikation. "Das ist enttäuschend." Nicht gelten lässt Schmohl auch Schmitts Klagen über die Einwürfe der Ortvorsteher betroffener Ortsteile der Gemeinde Perl. Statt zu kritisieren sollte der Verwaltungschef Führung zeigen und sich aktiv mit den Ortsräten zusammen tun. "Der Bürger erwartet keine Fototermine und Presseankündigungen, der Bürger hat ein Recht auf richtige Information, Transparenz und professionelles Handeln", ergänzt der CDU-Mann. Sowohl das LfS als auch die Anlieger der L170 können zu Recht Sicherheitsbedenken anführen. Ein tödlicher Unfall habe sich auf der Umleitungsstrecke bereits ereignet. Auch ein Unfall in einer Tunnelröhre könne schnell in einer Katastrophe enden. Seitwärts flüchten sei unmöglich, man stecke in einer Falle. "Ich möchte mir keine Fachkenntnis anmaßen und Patentlösungen empfehlen." Eines ist sich Schmohl aber sicher: "Alles, was die Belastung der Anwohner mildern kann und die Voll- und Teilsperrung beschleunigt, sollte umgehend angegangen werden." Kreativität und schnelles Handeln seien gefragt. Dazu könnte vielleicht auch die Einführung von Nachtschichten für die Arbeiten am Tunnel zählen. "Sollte dann noch immer kein Fortschritt möglich sein, wäre doch zumindest der umfassende Dialog mit den Betroffenen zu suchen."