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Brücke für sechs Monate gesperrtExtra-Angebote zur Sperrung

Nennig. Am heutigen Montag ist es so weit: Ab sieben Uhr am Morgen soll die Moselbrücke zwischen den deutsch-luxemburgischen Grenzorten Nennig und Remich komplett gesperrt werden. Sowohl für Fahrzeuge wie auch für Fußgänger und Radfahrer wird die 1959 erbaute Brücke etwa ein halbes Jahr lang nicht mehr passierbar sein Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Nennig. Am heutigen Montag ist es so weit: Ab sieben Uhr am Morgen soll die Moselbrücke zwischen den deutsch-luxemburgischen Grenzorten Nennig und Remich komplett gesperrt werden. Sowohl für Fahrzeuge wie auch für Fußgänger und Radfahrer wird die 1959 erbaute Brücke etwa ein halbes Jahr lang nicht mehr passierbar sein. Während dieser Zeit wird die Brücke für rund 2,2 Millionen Euro in Stand gesetzt. Die Kosten dieser Brückensanierung teilen sich die beiden Staaten, die durch das Bauwerk miteinander verbunden werden, also Deutschland und Luxemburg. Die Federführung für die Abwicklung der Arbeiten liegt beim saarländischen Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Wie der Landesbetrieb mitteilte, wird im Zuge der Instandsetzungsarbeiten, die bereits am 20. April begonnen haben, auch die Fahrbahndecke der über die Brücke verlaufenden Straße abgetragen. Danach werden die Geländer, Gesims-Randsteine, Gesims-Kappen und die so genannte Fahrbahn-Übergangskonstruktion zurückgebaut. Im Anschluss daran werden der komplette Brückenbelag und die Brückenkappen neu aufgebaut.Für diese Arbeiten wird die Brücke für etwa ein halbes Jahr voll gesperrt. Darauf haben sich die betroffenen Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze bereits vor längerer Zeit verständigt. Fur Fußgänger und Radfahrer wird eine kostenlose Fährverbindung zwischen Nennig und Remich eingerichtet. Die Fähre pendelt ebenfalls ab dem heutigen Montag von 5.30 Uhr bis 22 Uhr im Viertelstundentakt zwischen den beiden Orten, in Nennig befindet sich Fähr-Anlegestelle am Rothaus. "Damit wird dem Wunsch vieler Pendler nach Remich und Luxemburg entsprochen, welche ihren Dienst in verschiedenen Betrieben in Luxemburg bereits um sechs Uhr beginnen", heißt es vom LfS. Außerdem könnten Pendler so auch von Remich aus die Busse oder Fahrgemeinschaften ins Luxemburger Innenland ohne Zeitnot nutzen.Nennig. Mit besonderen Angeboten und einem wöchentlich wechselnden Gourmet-Programm wollen vier Restaurantbetriebe in Nennig und Sinz auch während der Brücken-Vollsperrung Gäste ins Dreiländereck locken. Es beteiligen sich das Landgasthaus Birkenhof in Sinz sowie in Nennig das Restaurant Moselbrück, das Hotel-Restaurant "Zur Traube" und "Victor's Landgasthaus - Die Scheune". Unter der Devise "Kulinarischer Brückenschlag" setzen diese vier Betriebe bis Mitte November im wöchentlichen Wechsel spezielle lukullische Schwerpunkte - zum Beispiel nächste Woche eine Bärlauch-Woche im Birkenhof. Das Gesamt-Programm des "Kulinarischen Brückenschlages" sowie weitere Informationen sind im Internet (www.nennig.de) abrufbar. cbe



Auf einen BlickAls Umleitungsstrecke für Grenzpendler aus der Region um Nennig empfiehlt der LfS die B419, die von Nennig aus parallel zur Mosel nach Perl führt. Dort besteht die Möglichkeit, an der Anschlussstelle Perl auf die A8 aufzufahren. Möglich ist auch die Benutzung der Moselbrücke bei Schengen. Der Schwerlastverkehr soll schon frühzeitig auf die A8 verlagert werden. Für Autofahrer, die aus Luxemburg zur Grenze kommen wollen, besteht die Möglichkeit, von Remich aus die N2, die ebenfalls parallel zur Mosel verläuft, bis Schengen zu nutzen. cbe

Gastronomen bieten "kulinarischen Brückenschlag". Foto: rup
Gastronomen bieten "kulinarischen Brückenschlag". Foto: rup