Bratkartoffeln sind die Nummer 1

Kartoffel-Umfrage : „Mag ich nicht“, gibt’s fast nicht

Menschen, die keine Kartoffeln mögen, muss man mit der Lupe suchen. Favoriten: Bratkartoffeln.

Bauchgefühl, das ist es, was uns die Kartoffel bereitet. Aber nicht nach diesem, sondern nach den Vorlieben bezüglich der Knolle haben wir in einem SZ-Umfrage-Center online gefragt. 102 Leute haben sich beteiligt. Wie üblich beim Umfrage-Center ergibt das kein repräsentatives Ergebnis. Aber ein Stimmungsbild lässt sich erkennen – in diesem feinen Fall ein sehr deutliches.

Die ersten Antworten zeigen: „Mag ich nicht“, gibt es so gut wie überhaupt nicht . 98 Prozent mögen Kartoffeln. Nur zwei Leute (zwei Prozent) mögen sie nicht und essen stattdessen Nudeln.

Nicht ganz so überwältigend, aber ebenfalls sehr deutlich verteilt sich die Häufigkeit der Erdäpfel auf dem Speiseplan. 52 Prozent (53 Leute) kreuzen „zwei-, dreimal pro Woche“ an. „(Fast) täglich“ folgt auf Platz zwei (26 %/27) vor „etwa einmal pro Woche“ (19/19). „Seltener sagen gerade mal drei Teilnehmer (3 %), und niemand „(so gut wie) nie“

Eine Parallel-Befragung im Freundeskreis ergab eine große Bandbreite von Tipps, was denn wohl von der Deutschen liebsten Knolle der Teilnehmer liebste Zubereitungsart wäre. Keiner hätte das vor allem in dieser Deutlichkeit gedacht: Fast die Hälfte der Teilnehmer setzen Bratkartoffeln auf den Spitzenplatz (47/46 %). Im Kopf-an-Knolle-Rennen um die Plätze landen weit abgeschlagen Salzkartoffeln auf Platz zwei (14/14 %) vor Kartoffelbrei  (12/12) und Pellkartoffeln (11/11) sowie überraschend erst auf Rang fünf die Fritten (9/9). Selbstverständlich passt nicht jede Kartoffelbeilage zu jedem Gericht, aber gefragt war hier nur der Favorit. Und so sind die Alternativvorschläge auch rar gesät. Genannt werden Gratin, Rosmarin- und Ofen- oder Blechkartofeln sowie ein paar Mal Klöße.

Sollten hier alle Varianten aufgeschrieben werden, die die Teilnehmer als Mundartausdrücke für die Kartoffeln kennen, würde der Rahmen gesprengt. Kromper und Grumper in diesen und ähnlichen Schreibweisen, häufig nahe an „-beeren“ sind aber wohl am gebräuchlichsten.

Bleibt die Frage nach der liebsten einheimischen Kartoffelspezialität. Weil es nicht zum Ankreuzen, sondern als offene Frage gestellt war, kommt hier der gesamte Schatz der saarländischen Kartoffelküche zu Ehren: Dibbelabbes (wahlweise mit „p“ oder gemischt mit „b“ und „p“ geschrieben), Gefillte oder Kartoffel mit Lyoner und viele mehr werden genannt.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

Mehr von Saarbrücker Zeitung