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Merzig-Wadern
Blutspender helfen am Freitag Leukämiekranken

Wadern. Nicht nur um Blutspenden geht es bei dem Spendetermin am Freitag in der Waderner Stadthalle: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Stefan-Morsch-Stiftung rufen auch gemeinsam zur Typisierung für eine mögliche Stammzellenspende auf. Zusammen mit dem DRK Ortsverein Wadern will man unter dem Motto „Wir suchen Lebensretter“ am Freitag darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Von Tina Leistenschneider

Nicht nur um Blutspenden geht es bei dem Spendetermin am Freitag in der Waderner Stadthalle: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Stefan-Morsch-Stiftung rufen auch gemeinsam zur Typisierung für eine mögliche Stammzellenspende auf. Zusammen mit dem DRK Ortsverein Wadern will man unter dem Motto „Wir suchen Lebensretter“ am Freitag darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann.


Jedes Jahr erkranken nach Angaben der Organisatoren allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie, allerdings geht die Zahl der Stammzellenspender immer weiter zurück. Schlagen Bestrahlung und Chemotherapie nicht an, um den Blutkrebs zu besiegen, ist eine Transplantation von Stammzellen für die Betroffenen die letzte Hoffnung auf Heilung. Als Spender kommt jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre in Frage, und mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Dazu müssen die Eltern die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über mögliche Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren, denn wie bei der Blutspende muss man mindestens 50 Kilo wiegen.

Der Großteil der Empfänger von Bluttransfusionen sind Patienten mit bösartigen Erkrankungen. Betroffen sind sowohl Erwachsene als auch Jugendliche und Kinder. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung auch mit der modernen Chemotherapie zusammen. Diese verursacht in vielen Fällen eine vorübergehende komplette Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung. Aufgrund dessen sind die Patienten gerade dann auf die lebenswichtige Blutübertragung angewiesen. Zudem können viele Behandlungsverfahren im Kampf gegen den Krebs nur bei ausreichend vorhandenem Blut durchgeführt werden. Deshalb helfen bereits Blutspenden über die Wartezeit hinweg, bis sich ein passender Stammzellspender findet und eine Transplantation möglich ist. Bei der Blutspende muss jedoch die Altersgrenze beachtet werden: Hier gilt ein Mindesalter von 18 Jahren und Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.



Mit der Typisierung kann jeder gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (5,6 Milliliter) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Wer mehr über die Termine zur Blutspende mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen will, kann sich beim DRK-Blutspendedienst unter Tel. (0 80 0) 11 949 11 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr informieren. Informationen zur Stammzellspende und Typisierung gibt es unter der gebührenfreien  Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0 80 0) 76 67 72 4.