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Bilder lassen alte Zeiten lebendig werden

Fotos aus der wilhelminischen Zeit präsentierte der Heimatverein (HV) Erbringen bei seiner ersten Bilderausstellung in der neuen Erwringer Scheier am Sonntag, dem zweiten Tag deren Einweihungsfestes (wir berichteten) Von SZ-Mitarbeiter Norbert Becker

Fotos aus der wilhelminischen Zeit präsentierte der Heimatverein (HV) Erbringen bei seiner ersten Bilderausstellung in der neuen Erwringer Scheier am Sonntag, dem zweiten Tag deren Einweihungsfestes (wir berichteten). HV-Vorsitzender Wolfgang Schnubel begrüßte die Besucher und lobte die von seinen Vereinskameraden Ingo Thiel und Werner Fontaine geleistete Arbeit für diese Ausstellung, zu der auch Vereinsmitglied Manfred Schneider mit seiner geschichtlichen Darstellung beitrug. Ingo Thiel sammelt bereits seit der 900-Jahr-Feier des Dorfes vor über zehn Jahren alte Bilder. Er hat nun schon fast 600 davon und sucht noch weitere. "Die Namensfindung der Personen auf den Fotos war wahnsinnig schwierig", sagt er. Ewald Feld (90 Jahre) und die inzwischen verstorbene Maria Puhl geborene Baus und andere waren hierbei eine große Hilfe. Mit dem Bau der Erwringer Scheier kam dann die Idee, die Bilder der Öffentlichkeit zu zeigen. Viel Beifall Um jedoch den Umfang der Ausstellung zu begrenzen, wurde die 90 ältesten davon hierzu ausgewählt. Es sind Familienbilder, Porträts, sie zeigen Soldaten, Vereine, Kommunionkinder, Schulklassen, Hochzeiten, Dorfansichten und anderes. Auf dem ältesten Foto von 1880 ist Nikolaus Minas zu sehen, auf dem zweitältesten von 1884 Anna Schwinn geborene Puhl. Die unter kostengünstiger Hilfe eines Beckinger Kopierladens von kleinen zu für die Ausstellung notwendigen großen bearbeiteten Fotos konnten mit entsprechenden Hinweistexten an den Stellwänden von den vielen einheimischen und auswärtigen Besuchern bestaunt werden. Sie wurden auch in einer fortlaufenden, mit Musik unterlegten Power-Point-Präsentation groß auf einer Leinwand gezeigt, was stets mit Beifall quittiert wurde. Seit der Gründung des Heimatvereins im Januar hat er viele alte Bilder bekommen. "Dies war ein Schub. Wir hoffen, dass es auch durch diese Ausstellung wieder einen neuen gibt, denn es sind sicherlich noch solche Fotos in den Familien vorhanden", sagen Thiel und Fontaine. "Diese Ausstellung war ein Test, sie hat großen Anklang gefunden", freuen sie sich über die Anerkennung ihrer Arbeit, die sich gelohnt und zum Weitermachen motiviert habe. Die nächste Ausstellung ist bereits geplant. Wenn jährlich eine solche stattfinden würde, vergingen bei der vorhandenen Bilderanzahl zehn Jahre. Sie soll daher öfters sein, verspricht Thiel. Darüber würde sich auch der HV-Vorsitzende Schnubel freuen, der mit der Resonanz der ersten Bilderausstellung ebenfalls sehr zufrieden war.