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Handball: Beginn einer neuen Zeitrechnung

Handball : Beginn einer neuen Zeitrechnung

Nach dem Oberliga-Abstieg haben die Handballer des HSV Merzig-Hilbringen die Vorbereitung auf die Saarlandliga-Saison in Angriff genommen. Dirk Ströker schwitzt mit und hat mit dem neuen  Vorstand auch sonst viel zu tun.

Herr Ströker, am 21. Mai sind Sie zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Was ist seitdem passiert?

Dirk Ströker: Der neue Vorstand hat vom alten Vorstand alle Themen übernommen und ohne lange Anlaufzeit direkt losgelegt. Die Zusammenarbeit und der Übergang funktionierten sehr gut.

 Was steht im Fokus Ihrer Arbeit?

Ströker: Momentan laufen die Vorbereitungen für den Ernst-Thiel-Cup, unserem Turnier für Profi-Teams, das wir am 12. und 13. August im Thielspark ausrichten. Das Feld steht und es ist hochkarätig. Auch für den Sparkassen-Cup im Dezember haben die Jugendnationalteams größtenteils zugesagt. Unsere Mannschaften müssen wir für die neue Spielzeit noch neu einkleiden und aufstellen. Die Vorbereitungsphase hat begonnen.

Das harte Training der ersten Männermannschaft erleben Sie ja hautnah mit.

Ströker (lacht): Ja, mit Zweite-Welle-Partner Matthias Hoffeld werde ich bald das Tor hüten, da uns beide Torhüter verlassen haben. In unserem Alter müssen wir jede Trainingsminute nutzen, um wettbewerbsfähig zu werden. Konditionelle Defizite machen wir aber mit Erfahrung wett.

Neue Liga, neues Team, neuer Trainer – was hat das frisch aufgetakelte Flaggschiff vor?

Ströker: Die ersten Trainingswochen sahen vielversprechend aus. Ich denke, wir können in der Saarlandliga eine gute Rolle spielen. Die Spitze werden wir im Konsolidierungsjahr nicht angreifen, so vermessen darf man nicht sein. Mit dem Abstieg werden wir aber auch nichts zu tun haben.

Nach vielen Abgängen und personellen Veränderungen muss Neu-Trainer Michael Göbel in kurzer Zeit ein homogenes Team formen. Keine leichte Aufgabe – oder?

Ströker: Das Gesicht der Mannschaft hat sich stark verändert. Zu den Stammspielern David Pfiffer, Laszlo Kincses, Dejan Pavlov, Maurice Duchene und Julius Rost stoßen –  neben uns alten Torwart-Recken –  auch vier eigene Talente hinzu. Mit einem externen Spieler führen wir noch Gespräche.

Viele Gespräche haben Sie zuletzt auch mit Ihren Vorstandskollegen geführt.

Ströker: Wir haben schon Wochen vor der Wahl ein Gremium gebildet, uns zusammengesetzt und Ideen ausgetauscht. Die Vereinsführung wurde verjüngt. Es ist wichtig, dass Astrid Moritz weiter ihre Erfahrung als 2. Vorsitzende einbringt. Nach zuletzt schwierigen Zeiten hat der HSV den Generationswechsel gebraucht.

Könnte unter junger Leitung wieder eine Annäherung zum TuS Brotdorf stattfinden?

Ströker: Im Jugendbereich gibt es ja noch die Zusammenarbeit bis zu einem bestimmten Jahrgang. Die Entscheidung des HSV, die Männerspielgemeinschaft mit dem TuS zu beenden, fand ich damals nicht gut. Der neue Vorstand ist unbeschädigt von alten Geschichten. Wir haben zwar noch kein Auftaktgespräch mit der TuS-Führung gehabt, aber das wollen wir nach der Urlaubszeit nachholen. Ich bin der Letzte, der sich mit den alten Weggefährten nicht an einen Tisch setzen würde.

Sie schließen also neue Kooperationen im Aktiven- und Jugendbereich nicht aus?

Dirk Ströker. Foto: Ströker

Ströker: Wir gehen da ergebnisoffen heran. Sicherlich muss auf beiden Seiten einiges anders laufen, das ist klar. Sollten wir aber einen gemeinsamen Nenner finden, dann bringt die Kooperation beiden Vereinen viel. Mittel- und langfristig ist es einfach der richtige Weg. Schauen wir also mal, was die Zukunft bringt.