Zum Geburtstag ein großes Fest

Seit 110 Jahren gibt es die Pfarrkirche St. Andreas und Mariä Himmelfahrt in Reimsbach. In dieser Zeit wurde sie mehrmals umgebaut. Am Freitag wird der Geburtstag der Kirche mit einem Pfarrfest gefeiert.

Seit nunmehr 110 Jahren besteht die Pfarrkirche St. Andreas und Mariä Himmelfahrt Reimsbach . Dieses Ereignis wird am 15. August, dem Namensfest der Patronin, gefeiert. Beginn ist um 10 Uhr mit einem Hochamt. Danach wird an der Mehrzweckhalle ein Pfarrfest (siehe Info) gefeiert.

Neubau an anderer Stelle

Majestätisch erhebt sich das hoch aufragende, in Anlehnung an den neugotischen Stil erbaute Gotteshaus mit seinem 47 Meter hohen Turm und prägt das Ortsbild. Wie kam es damals zum Neubau? Im Jahre 1888 erstellte Pläne zum Umbau und Erweiterung der vorherigen, 1750 erbauten Andreas-Kirche konnten wegen der Bodenverhältnisse nicht umgesetzt werden. So fasste der Kirchenvorstand den Beschluss, einen Neubau an anderer Stelle zu errichten. Im Jahre 1890 erwarb Pfarrer Güls den nicht weit entfernten Bauplatz auf der kleinen Anhöhe auf seinen Namen und übereignete ihn dann der Kirchengemeinde.

Sandstein und Buntglas

Im Juli 1897 wurde der Kirchenbau nach den Plänen des Saarlouiser Architekten Wilhelm Hector genehmigt. Die Pfarrangehörigen halfen bei der Herrichtung des Platzes. Dank ihrer Opfer- und Einsatzbereitschaft konnte bereits im Jahre 1898 mit dem Bau begonnen werden. Aus Gründen der Zeit- und Kostenersparnis wurden einheimische Sandsteine aus dem Steinbruch "Am Hahn" verwandt, mit deren Brechen Bergleute in freiwilliger Arbeit schon im November 1897 angefangen hatten.

Die Bauarbeiten führte eine Firma aus Waldrach bei Trier aus. Italienische Maurer- und Steinhauermeister waren geschickt bei der Arbeit. Am 15. August 1899 wurde der Grundstein durch Dechant Acker aus Losheim gelegt. Zwei Jahre später war der Rohbau fertig, die Buntglasfenster im Chorraum und Querschiff eingesetzt und die Unterbauten für die drei Flügelaltäre montiert. Die erste Heilige Messe konnte darin gelesen werden. Die Glockenweihe war am 10. August 1902 und an Weihnachten 1903 konnten am Hochaltar die Metten gefeiert werden. Die Orgel von der Firma Mamert Hock aus Saarlouis wurde 1904 erstmals benutzt. Sie ist mit 1500 Pfeifen und 25 Registern die zweitgrößte von dieser Firma in der Zeit von 1900 bis 1931 gebaute Orgel. Anlässlich der Firmung am 4. Juli 1904 erfolgte dann die Konsekration der Kirche, die zu den Kunstdenkmälern zählt.

Nicht nur neue Glocken

Die 1902 geweihten Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg weggenommen. Bei einem Fliegerangriff am 8. Dezember 1944 wurde die Kirche stark beschädigt. Pfarrer Zimmer ließ die Schäden nach Kriegsende beseitigen. Im Jahre 1952 wurden vier neue Glocken beschafft. Unter Pfarrer Schmidt bekam die Kirche einen weißen Innenanstrich, die einfachen Fenster wurden durch farbenprächtigere ersetzt und der Innenraum aufgrund des Konzils schlicht umgestaltet. Weitgehende Renovierungen und Veränderung gab es unter Pfarrer Senzig.

Ursprüngliche Malerei

Der Hochaltar wurde wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, die restaurierten Kreuzwegtafeln wieder angebracht, die Heizung erneuert, die Außenrenovierung an Turm, Dach und Mauerwerk vorgenommen und innen wieder dem Ursprung entsprechend angemalt. Pfarrer Klos ließ unter anderem die maroden Zifferblätter der Turmuhr ersetzen. Reimsbach gehört seit Dezember 2013 mit zur Pfarreiengemeinschaft Beckingen mit Pastor Christoph Eckert als leitendem Pfarrer .

Zum Thema:

Auf einen Blick Das Programm am Donnerstag: 10 Uhr: Festhochamt in der Pfarrkirche, anschließend Frühschoppen mit dem Musikverein Reimsbach-Oppen an der Mehrzweckhalle.12 Uhr: Mittagessen (Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse, Rostwurst, Pommes frites, Kaffee und Kuchen). Ab 14 Uhr: Darbietungen und Angebote der Kita Reimsbach , Katja Kirsch mit Tanz, Jagdhornbläser, Lücknerchor, Eine-Welt-Stand, Cocktailstand der Jugend, Kinderbeschäftigung mit viel Gaudi durch die Messdiener.Der Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat laden zum Pfarrfest ein. nb