Wie de Schnaawel gewaaß äess

Honzrath. Herbert Engstler, Leiter der Mundartgruppe, begrüßte eingangs viele Gäste, darunter Vertreter der benachbarten Heimatvereine Haustadt und Hargarten, in der Mehrzweckhalle. HVH-Vorsitzender Werner Reinert führte durch das Programm

Honzrath. Herbert Engstler, Leiter der Mundartgruppe, begrüßte eingangs viele Gäste, darunter Vertreter der benachbarten Heimatvereine Haustadt und Hargarten, in der Mehrzweckhalle. HVH-Vorsitzender Werner Reinert führte durch das Programm. Er stellte dann das achte Honzrather Heimatblatt vor, das mit dem Motto der Veranstaltung betitelt ist und von der Mundartgruppe gesammelte Honzrather Redensarten, Sprüche und Sketche zum Inhalt hat. Das heitere Unterhaltungsprogramm wurde von den Steinbrecher-Sängern des Vereins mit einer Darbietung der alten Honzrather Sage vom "schlauen Schoofhi`ert", der Ballade um "das selige Ende des Jakob Selzer" sowie dem "Honzer Feieromend-Lied" nebst Zugabe gesanglich umrahmt. Werner Treib, schon einige Jahre in Honzrath wohnhafter Saarlouiser Mundartdichter, unter anderem aus zahlreichen Veröffentlichungen in der Saarbrücker Zeitung weithin bekannt, gab einige Kostproben seines Schaffens. In seinem Mundart-Vortrag ging es um die unterschiedliche Dialekte und eine Wattwanderung am Losheimer See. Hans-Peter Spelz präsentierte aus seiner Feder stammende Geschichten, darunter zum Thema "Weißen Sonndach" und "50er Jahre" sowie Gedichte zum Bauerspiel, Kappesmachen und Honzer Spitznamen. Der Gebrauch von "Ebbes" Mit ihrem Vortrag "Wie et frei`er wor" rief Mia Klassen Erinnerungen an vergangene Zeiten wach. "Iwwert Schnapsbrennen" erzählte Winfried Lauer. Erhard Heinz brachte einen lustigen Text mit erstaunlich vielen Beispielen zum Gebrauch des mundartlichen Wortes "Ebbes". Wie kleinlaut ein großspurig prahlender Ehemann schnell werden kann, wenn die taube Gattin sich heimlich ein Hörgerät zulegt, spielten Winfried Lauer, Herbert Engstler und Mia Klassen in dem Sketch "Erziehung in der Ehe". In dem weiteren Sketch "Vor Gericht" musste sich eine Schwarz-Schnapsbrenner (Erhard Heinz) in Anwesenheit des Gerichtsdieners (Herbert Engstler) dem Amtsrichter (Manfred Thiel) stellen. Mundartgruppenvorsitzender Engstler dankte allen für ihr Kommen und versprach eine weitere Veranstaltung dieser Art im kommenden Jahr. Gudrun Reinert, die die Sketche geschrieben und die Proben geleitet hatte, überreichte er als Anerkennung einen Blumenstrauß.

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