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Oppen
Wichtige Stützen im Katastrophenschutz

Ehrung für Verdienste im Katastrophen- und Zivilschutz und Rettungsdienst: Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die Geehrten Siegbert Bauer, Stefan Buchmann, Thomas Jager, Benno Stein, Ralf Bernardy, Branddirektor Uwe Schröder vom Innenministerium (v.l.).   
Ehrung für Verdienste im Katastrophen- und Zivilschutz und Rettungsdienst: Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die Geehrten Siegbert Bauer, Stefan Buchmann, Thomas Jager, Benno Stein, Ralf Bernardy, Branddirektor Uwe Schröder vom Innenministerium (v.l.).   FOTO: Norbert Becker
OPPEN. Beim Kreisfeuerwehrtag in Oppen wurden fünf Wehrleute für ihre Verdienste über den reinen Brandschutz hinaus ausgezeichnet.

Im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages in Oppen (die SZ berichtete bereits) nahm Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zusammen mit anderen Gästen die anstehenden Jubilarehrungen vor. Dann erklärte sie: „Ich habe an dieser Stelle die große Freude, weitere Ehrungen durchführen zu können. Im Jahr 2007 hat der Landtag das Gesetz über die Stiftung eines Ehrenzeichens für besondere Verdienste im Katastrophenschutz, Zivilschutz und Rettungsdienst verabschiedet.“ Mit dem Ehrenzeichen sollen nach den Worten der Landrätin Angehörige der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr geehrt werden, welche sich in besonderem Maß für diese drei Bereiche verdient gemacht haben.


Mit Urkunde vom 23. Mai habe Innenminister Klaus Bouillon, auf Antrag des Landkreises Merzig-Wadern, fünf verdienten Feuerwehrangehörigen das Ehrenzeichen in der Stufe Silber verliehen. Dies sind Stefan Buchmann, Siegbert Bauer, Ralf Bernardy, Benno Stein und Thomas Jager. Wie die Landrätin in ihrer Laudatio ausführte, haben alle Geehrten über die schon umfangreiche Tätigkeit in der Feuerwehr hinaus maßgeblich zum Aufbau des ABC-Zuges, des Fernmeldedienstes und der Führungsorganisation des Katastrophenschutzes beigetragen. „Ohne ihr Zutun wären wir im Katastrophenschutz des Kreises heute nicht so gut aufgestellt“, unterstrich Schlegel-Friedrich.

Die heutige Struktur des ABC-Zuges im Landkreis ist in erster Linie ein Verdienst von Siegbert Bauer, Ralf Bernardy und Benno Stein. Nach Aufstellung der Gefahrstoffzüge der Feuerwehren 1994 stand die Zusammenführung mit dem damals noch existierenden ABC-Zuges des Zivilschutzes an. Dass dies gelang, ist im Wesentlichen der Verdienst dieser drei Männer.



Siegbert Bauer übernahm für die Teileinheiten Dekontamination und Messung die Führung und wurde 1996 zum stellvertretenden Einheitenführer ernannt, was er bis zu seiner Ernennung zum Kreisbrandinspekteur im Jahre 2012 war. Seitdem leitet er den Führungsstab des Katastrophenschutzes (KatS) des Landkreises. Bauer war und ist eine tragende Säule der zahlreichen, realistisch gestalteten KatS-Übungen mit den Fachdiensten.

Ralf Bernardy wurde 1994 erster Einheitenführer des Gefahrstoffzuges und heutigen ABC-Zuges und blieb es bis 2017. Dass das Hilfeleistungskonzept gelebte Praxis ist, kann man seinem Engagement verdanken.

Ralf Bernardy gehört seit 2000 in verschiedenen Funktionen den KatS-Stäben des Kreises an. Als Wehrführer der Kreisstadt Merzig war und ist ihm die Zusammenarbeit aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben auf Stadtebene schon immer ein besonderes Anliegen, und er hat dieses auch als Mitarbeiter der ehemaligen Kreiseinsatzzentrale auf den Kreis übertragen. Benno Stein war durch seinen Beruf als Chemotechniker von Anfang an für die fachliche Expertise des Gefahrstoffzuges zuständig und damit für den hohen Ausbildungsstand des Zuges rund 20 Jahre bis zum Übertritt in die Alterswehr verantwortlich.

Thomas Jager erhielt im Jahre 1994 seine Ernennung zum Funksachbearbeiter Feuerwehren des Kreises. Er verstand diese Funktion vom ersten Tag an als Tätigkeit für die gesamte Gefahrenabwehr des Landkreises. Die im KatS mitwirkenden Hilfsorganisationen hat er in die Kommunikationsstruktur der Feuerwehr über die damalige Kreiseinsatzzentrale eingebunden. Jager gehört seit 2000 verschiedenen KatS-Stäben an. Er hat den Fernmeldedienst als Kreiseinheit neu organisiert. Buchmann war von 1998 bis 2012 Mitglied der KatS-Stäbe des Kreises. Nach Aufstellung des Führungsstabes 2008 wurde er 2010 als dessen Leiter berufen. Die heutige Struktur der Gefahrenabwehr auf Kreisebene sowie der Führungsorganisation wurden maßgeblich von ihm geprägt.