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Vor 40 Jahren wurde die Deutschherrenhalle in Beckingen eröffnet

Jubiläum : Seit 40 Jahren ein Ort für viele Aktivitäten

Die Deutscherrenhalle in Beckingen feiert runden Geburtstag. Zur Eröffnung im Januar des Jahres 1980 kamen jede Menge Ehrengäste.

Dort, wo sich einst das Mädchenheim der Firma Karcher befand, nämlich neben dem Beckinger Rathaus (früheres Krankenhaus), steht seit nunmehr 40 Jahren die große Deutschherrenhalle. Wie ein Rückblick in die Gemeindegeschichte zeigt, fand dort am Abend des 25. Januar 1980 der Festakt zur Einweihung statt, obwohl sich morgens noch Handwerker mit Restarbeiten fleißig betätigten.

Aber für den damaligen Beckinger Bürgermeister Alois Jacobs war der Termin nun mal festgelegt, und an diesem durfte auch nicht mehr gerüttelt werden. Pünktlich eröffnete er die Feier, mitgestaltet von den örtlichen kulturellen Vereinen wie dem Verein für Zupf- und Volksmusik, dem Musikverein „Harmonie“, dem Musikzug des Turnvereins, dem Kirchenchor „Cäcilia“ und der Chorgemeinschaft der Männergesangvereine „Frohsinn“ und „Concordia“. Er begrüßte viele Gäste, darunter auch Innenminister Alfred Wilhelm, der Bundestagsabgeordnete Werner Müller, die Landtagsabgeordneten Alfred Becker, Hans Kasper, Herbert Meder und Roman Schmitt, Landrat Kurt Matthias Linicus, Ortsvorsteher Karl Bottler und die Geistlichkeit, die ihre Aufwartung machten.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters habe die anfangs noch selbstständige Orts-Gemeinde Beckingen seit 1971 das Projekt betrieben, aber erst 1977 hätten die Planungen gestaltende Formen angenommen. Nach einem Architektenwettbewerb wurde das Architekturbüro Grothe & Partner mit der Planung und Ausführung der Mehrzweckhalle beauftragt, wobei der einheimische Architekt Helmut Harres in die Bauleitung mit eingeschaltet war. Bei der Namensgebung stimmte die überwiegende Zahl der Bürger für die Bezeichnung „Deutschherrenhalle“, in Anlehnung an eine Niederlassung des Deutschherrenordens (Deutschen Ordens), die im 14. Jahrhundert dort errichtet worden war. Im Zuge der Planung wurde auch die Frage der Integration des Sitzungssaales für den Gemeinderat und seiner Ausschüsse in den Gebäudekomplex gelöst. Durch die hohe Konjunktur im Bauwesen erhöhten sich seinerzeit die Kosten von den veranschlagten 4,2 Millionen auf rund 5,5 Millionen D-Mark.

Der Bürgermeister dankte dem Innenminister für seinen persönlichen Einsatz im Rahmen der Bezuschussung sowie den Gemeinderats- und Ausschussmitgliedern sowie den Planern und Firmen für ihr Engagement zur Fertigstellung der Halle. „Mit dieser Halle geht ein jahrelanger Wunsch der Gemeinde in Erfüllung. Sie soll ein Ort kultureller, künstlerischer und sportlicher Aktivitäten sein“, befand der Verwaltungschef. Innenminister Wilhelm sprach seine Anerkennung für das gelungene Bauwerk aus, das von einer gewissen Originalität sei. Auch bei der Namensgebung habe sich die Gemeinde sehr traditionsbewusst gezeigt. Er unterstrich die Bedeutung der Halle für das Gemeinschaftsleben, vor allem im Gemeindebezirk Beckingen, der allein 39 Vereine und Organisationen aufzuweisen habe.

Anerkennende Worte kamen auch von Landrat Linicus und Ortsvorsteher Bottler, der die Vereine aufrief, ihre neue Heimstatt mit Leben zu erfüllen. Nach seinen Erläuterungen zum Bauwerk überreichte Ingenieur Kreutzer symbolisch den Schlüssel an den Bürgermeister. Die Einsegnung nahmen Pfarrer Stammer von der katholischen und Pfarrer Scharte von der evangelischen Kirchgemeinde vor, ehe das Ereignis gebührend gefeiert wurde.