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Fußball
Paukenschlag durch Nico Portz

 Nico Portz.
FOTO: ERICH BRÜCKER
 Nico Portz. FOTO: ERICH BRÜCKER FOTO: SZ / Erich Brücker
WAHLEN/Reimsbach. Verbandsliga: Spielertrainer des SV Wahlen-Niederlosheim wechselt nach Reimsbach. Von David Benedyczuk

„Ich möchte einfach noch ein paar andere Erfahrungen sammeln.“ Nach sieben Jahren beim SV Wahlen-Niederlosheim wird Nicolas Portz den Fußball-Verbandsligisten am Saisonende verlassen. Der 28-jährige Spielertrainer hat sich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung für einen Wechsel zum aktuellen Ligarivalen 1. FC Reimsbach entschieden.


„Reimsbach ist ein gut geführter Verein mit einer ambitionierten Mannschaft“, erläutert Portz den Entschluss, beim derzeitigen Tabellenzweiten die Nachfolger des langjährigen Trainers Uli Braun anzutreten. Er habe bereits im Vorjahr mit Wahlen-Niederlosheims Clubchef Rainer Palz über diese Möglichkeit diskutiert.

 Nachdem Portz aber vor Saisonstart einen komplizierten Handbruch erlitt, der eine längere Pause nach sich zog, habe er den Plan um ein Jahr aufgeschoben: „Das war einfach nicht der Abgang, den ich mir erhofft hatte. Daher haben wir früh geklärt, dass ich noch ein Jahr dranhänge“, erzählt Portz, der mit dem SVW eine bärenstarke Rückrunde spielte und das schwache erste Halbjahr vergessen machte. Am Ende stand der sichere Ligaverbleib – es war das dritte Mal unter Portz, das sich der SVW in der zweithöchsten Saar-Klasse halten konnte.



Portz und Wahlen-Niederlosheim – das ist eine Erfolgsgeschichte. Im Juni 2012 hatte er als 22-Jähriger die damalige SG, die gerade 15. der Bezirksliga geworden war, übernommen. Nach Rang drei in seinem ersten Jahr wurde Wahlen-Niederlosheim 2014 nur einen Punkt hinter der SG Rehlingen-Fremersdorf Vizemeister – und schaffte über die Relegation den Aufstieg: Es war Portz selbst, der seine Elf per Doppelpack (57./69. Minute) zum Aufstieg schoss. Dieses Kunststück wiederholte der SVW nur ein Jahr später: Auch in der Landesliga stand am Ende Rang zwei hinter dem damaligen „Dauerrivalen“ Rehlingen – verbunden mit dem nächsten Aufstieg durch die Relegation.

Drama pur war ein Jahr später angesagt, als Portz und Co. erst am letzten Verbandsliga-Spieltag die Rettung glückte. In den beiden Folgesaisons belegte das Team jeweils Rang zehn. Aktuell liegt der SVW mit 27 Punkten aus 17 Spielen auf Kurs zum bislang besten Verbandsliga-Ergebnis – es wäre ein Abschied, wie ihn sich Portz erhofft: „Vergangene Saison haben wir ein einstelliges Ergebnis ganz knapp verpasst. Diesmal soll es auf jeden Fall klappen“, sagt er. An diesem Sonntag hofft er zunächst auf einen guten Jahresabschluss: Um 14.30 Uhr erwartet der Tabellenachte den elftplatzierten SC Reisbach.

 Reimsbach empfängt parallel die FSG Bous zum Duell der derzeit formstärksten Teams der Liga. „Wir waren und sind mit der Arbeit von Uli Braun sehr zufrieden und dafür sehr dankbar. Nach so langer Zeit war ein Wechsel aber einfach mal fällig“, sagte Reimsbachs Vorsitzender Norbert Buchheit. Wie es für Braun, der den FCR 2013 übernahm, weitergeht, war noch nicht in Erfahrung zu bringen.