| 20:48 Uhr

Soforthilfe nach Hochwasser
„Umgehende und unbürokratische Hilfe“

Beckingens Bürgermeister Thomas Collmann informierte mit anderen Vertretern aus der Kommunalpolitik vor Ort die Anwohner der Dillinger Straße in Sachen Hochwasserschadensregulierung.
Beckingens Bürgermeister Thomas Collmann informierte mit anderen Vertretern aus der Kommunalpolitik vor Ort die Anwohner der Dillinger Straße in Sachen Hochwasserschadensregulierung. FOTO: Norbert Becker
Beckingen. Die Dillinger Straße in Beckingen war beim letzten Unwetter, das am 11. Juni in einigen saarländischen Gemeinden große Schäden durch Überflutungen anrichtete, erneut stark betroffen. Kondeler Bach und Entwässerungskanal konnten die Wassermassen nicht bewältigen und so drang Wasser in die angrenzenden Keller ein. Von Norbert Becker

Hierbei wurde eine Menge Mobiliar und Hausrat stark in Mitleidenschaft gezogen und musste über Abfallcontainer ordnungsgemäß entsorgt werden.


Im Beisein von Mitarbeitern aus dem Rathaus, der Landtagsabgeordneten Dagmar Ensch-Engel und Vertretern des Gemeinderates informierte Bürgermeister Thomas Collmann am vergangenen Freitag die betroffenen Anlieger der Dillinger Straße vor Ort über ein von der Landesregierung beschlossenes Maßnahmenpaket mit verschiedenen Hilfen für die Opfer des Hochwassers in den betroffenen Orten, wozu neben Wadern und Weiskirchen auch die Gemeinde Beckingen zähle. Nur Bürger aus diesen Kommunen des Landkreises Merzig-Wadern, die einen entsprechenden Schaden erlitten haben, können die Unterstützung beantragen. Für Betroffene mit einem Schaden über 5000 Euro und die durch die Unwetterereignisse in eine Existenz gefährdende Lage gekommen sind, wird eine Soforthilfe von 1500 Euro pro betroffenem Haushalt gewährt. Die Bearbeitung dieser Anträge erfolgt umgehend und unbürokratisch.

Darüber hinaus gibt es Finanzhilfen sowie einen Zinsverbilligungszuschuss. Diese Hilfen sind allerdings an weitere Bedingungen, wie beispielsweise Einkommens- und Vermögensverhältnisse geknüpft. Hier trägt das Land 40 Prozent, die Kreise und Gemeinden jeweils 30 Prozent. Bürgermeister Collmann ließ durch seinen Mitarbeiter Manuel Beck bei dem Termin an die anwesenden betroffenen Hausbesitzer die entsprechenden Antragsformulare verteilen. Weitere können während der Öffnungszeit des Rathauses abgeholt oder ausgefüllt wieder dort abgegeben werden.



Bürgermeister Collmann ging soweit wie möglich auch auf Fragen zum Hochwasserschutz im Bereich des Kondeler Baches ein und wies darauf hin, dass ein vor Jahren geplantes Rückhaltebecken damals am Widerstand von Naturschützern gescheitert ist. Ensch-Engel berichtete von einem ebenfalls dieser Tage gefassten Kreistagsbeschluss zu den Hochwasserschäden.

Ansprechpartner beim Landkreis:Dieter Müller und Karla Leidinger, Tel. (0 68 71) 50 77 47.